• Buchtitel: Karla
  • Autor: Mark Franley
  • erschienen: September 2013
  • Verlag und Genre: Thriller erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform

Hier der dritte Kriminalfall des Hauptkommissars Mark Köstner zusammen mit seiner Kollegin Natalie.

Michail Petrov, sehr reicher Mafiaboss, aus Rußland ist seit neuestem Schloßbesitzer bei Nürnberg. Obwohl viele zumindest ahnen womit der neue Nachbar sein Vermögen erlangte und stets erweitert, stört sich niemand Offizielles daran, solange er viel Geld in soziale Projekte steckt.
Als ein Obdachloser brutal ermordet wird, beginnt zunächst die Ermittlungsarbeit recht normal für Köstner und Kollegin.
Doch bald schon reiht sich ein Mord an den nächsten.
Nach und nach kommen die Kollegen hinter das Todesrätsel sowie das Motiv der verzweifelten, mörderischen Karla und ihrer Beziehung zu Petrov...


So entspinnt der Autor ein aktuelles Krimistück, welches viel über die Verbindung von Politik und Verbrechen verrät...


Dabei stellt der Autor ganz klar das Täter/Opfer in den Focus, über die Beziehungen der ermittelnden Beamten erfahren wir nicht viel mehr als unbedingt nötig.
Damit hebt Franley sich erfreulicherweise heraus von den übrigen lokalen Polizisten, von denen ja nicht wenige entweder selbst einen an der Klatsche haben, bzw. miteinander verbandelt sind und somit den Stoff für viele Seiten mehr oder weniger glaubwürdigen Trallalas hergeben.
Die Opfer werden sehr detailiert beschrieben aus dem Diesseits befördert, was mich teilweise an skandinavische Autoren erinnerte.
Ich für meinen Teil muss das nicht in aller Ausführlichkeit lesen, doch zu einem spannendem Krimi gehören Verstümmelung etc wohl dazu, wobei dies wirklich Geschmackssache ist.
Weshalb kann man keine packende Handlung zu Papier bringen in dem jemand einfach "nur" per Blattschuß verendet?
Das fragt man sich in der Tat, bringen die diversen Grausamkeiten die Story doch nicht voran, pumpen dafür die Seitenzahl nur unnötig in die Länge.
Als kleiner Kritikpunkt darf die Auflösung genannt werden, die nicht überrascht und leider, leider auch schon ziemlich ausgelutscht daherkommt.
Sehr schön ist der Umstand, dass man dieses Buch auch versteht, ohne die vorherigen Bücher der Ermittler gelesen zu haben.
Es gibt zwar einige Anspielungen darauf, doch das ist alles nachvollziehbar und stört den Lesefluß nicht sehr.
Zusätzlich ist Ansatz das ein bekannter Krimineller so lange geduldet, sogar respektiert wird, wie er sein Geld spendet gut gelungen, bietet viel Stoff zum Nachdenken.



Karla ist gute, solide Krimiunterhaltung!!



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