Berlin Rosalie von Frank Ewald

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Ihre Namen sind Olga, Christin und Julia.

Sie sehen alle drei ganz gut aus und sind bereit für Geld eine ganze Menge, nein quasi alles zu machen.

Und für Geld bekommt man im "Rosalie" auch beinah alles.

Es handelt sich hierbei um einen Edelpuff in Kreuzberg.

Alle drei haben ihre Träume, Ängste und Sehnsüchte - und alle drei versuchen aus dem verlogenen Milieu 

herauszukommen. Kein einfaches Unterfangen.

Doch was eine allein nicht schafft, kann als Trio doch durchaus gelingen?!

Der Greifswalder Autor Frank Ewald legt ein Buch mit knapp 300 Seiten vor.

Das ist nicht viel, doch der Inhalt vielsagend.

Ja, es wird natürlich gevögelt, gebumst und gefickt, dass die Schwarte kracht - und gleichzeitig - quasi nebenbei ergibt sich eine gewisse Sozialstudie.

Das Thema Zwangsprostitution mit seinen zahlreichen Facetten ist ein wichtiges Thema, wobei es bemerkenswert ist, wie "fraulich" sich der Autor in die weibliche Seite dieses Horrors reinversetzt.

Doch neben der Zwangsprostitution beschreibt das Buch einen Aspekt des Gewerbes, der auch gern übersehen wird: was nehmen die Frauen für einen Druck von der Straße!

Wo würden die Männer mit ihren Bedürfnissen – egal welcher Art – hin, wenn es nicht Frauen gäbe, die für einen Obolus so viel mit sich machen lassen (müssen?)?

Die Sprache des Autoren ist derbe, wenig blumig was natürlich dazu beiträgt, dass das Buch eher als Büchlein daherkommt.

Doch neben der Mischung aus Fickerei und sozialem Hintergrund rührt Ewald auch noch etwas zugegeben teils groteske Komik und schafft es neben viel Tragik und Elend die Kurve Richtung versöhnlichem Finale zu bekommen.

Mein Fazit
"Rosalie Berlin" von Frank Ewald ist sexy, derbe sozial - wer schafft das schon bei einem so kurz gehalten Buch!/su_box]

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