Buchkritik: Portraits. Bilder aus Europa und Amerika

Helmut Newton

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Portraits. Bilder aus Europa und Amerika mit einem Vorwort von Carol Squiers

Als Helmut Neustädter vor knapp 20 Jahren im Alter von beinahe 84 für immer die Augen schließen musste, kannte ihn unter diesem Namen kaum noch jemand. Der Helmut Neustädter, nannte sich nach seiner Emigration aus Deutschland als junger Mann nach Singapur schließlich Helmut Newton – und wurde ein Weltstar der Fotografie.

Bereits seine gymnasiale Laufbahn beendete er ohne Abschluss 1936, da er drei ganz andere Favoriten für sein Leben entdeckt hatte.

Da war zum einen das Schwimmen, dann Mädchen und zu guter Letzt die Fotografie.

Sein Hauptarbeitgeber nach dem Kriege ist die australische Variante der „Vogue“.

Durch seine unkonventionelle Art der Fotografie kam nach und nach der Durchbruch und spätestens seit den 1970er Jahren konnte er sich seine Arbeiten selbst aussuchen. Um Geld wurde nicht mehr gefeilscht, Newton verlangte und die Auftraggeber zahlten.

Und Newton blieb wandelbar, nur Landschaftsaufnahmen gab es genauso wenig wie nur Akt oder Porträts (dabei so unterschiedlich wie Helmut Kohl oder aber Hanna Schygulla).

Mode- und Werbeaufnahmen blieben sein Hauptmetier.

Das vorliegende Buch ist eine Zufallsfindung.

Zum Inhalt: Bilder aus Europa und Amerika

 

Es wurde das erste Mal bereits im Jahre 1985 veröffentlicht und erhielt 2004 kurz nach dem Tod des Meisters noch mal eine Neuauflage.

Knappe 250 Seiten werden geboten, auf denen in wirklich exquisiter Weise sowohl Farb- als auch schwarz-weiß Bilder zu bestaunen sind.

Hintergrund, Requisiten, Schatten – quasi jedes Bild ist ein Kunstwerk für sich.

Die meisten der abgelichteten Porträts sind nicht mehr am Leben (kein Wunder nach mehr als 36 Jahren) so bietet sich mit diesem Buch noch eine schöne Gelegenheit auf Zeitreise zu gehen.

Die Texte sind durchweg englisch, das eine oder andere Wort ist mir nicht geläufig gewesen, sodass ich nachschlagen musste, doch das tut dem Genuss keinen Abbruch.

Das kurze Vorwort von Carol Squiers entzückt durch eine gelungene Würdigung des großen Helmut Newton. Der übrigens, seinem Wunsche entsprechend wieder in seiner Heimatstadt Berlin zu letzten Ruhe gebettet wurde.

Ganz unerwähnt darf leider auch nicht der recht ordentliche Preis bleiben. Bildbände sind ein Luxusgut, das muss man leider sagen: ein ziemlich teurer Spaß!

Mein Fazit
Helmut Newton: Porträts: Bilder aus Europa und Amerika mit einem Vorwort von Carol Squiers ist schlicht überwältigend, dabei angenehm zeitlos!

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