Buchcover zu Die Tyrannei des Schmetterlings
Luther Opuku ist das ruhige Leben in seiner kleinen Gemeinde mitten in der Sierra Nevada gewöhnt.
Kleine Betrügereien, ein paar Drogendelikte oder betrunkene Autofahrer sowie Schlägereien am Wochenende bestimmen sein Dienstleben. Kleinstadtleben halt.
Doch das ändert sich abrupt, als in einer Felsspalte die Leiche einer Biologin gefunden wird.
Jeder Versuch etwas über die Arbeit der jungen Frau herauszubekommen scheitert zunächst.
Erst mit Hilfe von Deputy Ruth Underwood gelingt es den beiden allmählich die Mauern des Schweigens einzureißen.
Die Spur führt zur Hightec Firma Nordvisc Inc sowie ins sagenumwobene Silicon Valley.
Offenbar planen eine handvoll Spitzenwissenschaftler einen selbstlernenden Supercomputer fertigzustellen, dessen Fähigkeiten alles bisherige in den Schatten stellen wird.

Doch immer offensichtlicher sind die Geister, die sie riefen nicht mehr unter Kontrolle...



Frank Schätzing schreibt nie "dünne" Bücher.
Auch diesmal sind es wieder knapp siebenhundertfünfzig Seiten geworden.
Nun sagt Quantität bekanntlich nichts für die Qualität aus.
Aber dafür vielleicht etwas über die Genauigkeit des Autoren.
Diese hat es in seinem Buch einmal mehr in sich.
Seitenlange Beschreibungen sowie ethisch-philosopisch Auseinandersetzungen rund um das Thema künstliche Intelligenz und/oder Paraleluniversum zeigen wie sehr Schätzing sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat.
Doch mich als "normalen" Leser ohne nerd Allüren überforderte, bzw. langweilten die sehr genauen Darstellungen schon irgendwann.
Die reine Krimihandlung an sich ist nicht allzu komplex, der Spannungsbogen wird vom Autoren immer wieder durch seine Ausschweifungen selbst behindert.
Frank Schätzing verfügt über einen sehr umfangreichen Wortschatz, dass ist sehr schön für ihn.
Doch wenn es vielfach darum geht endlose Sätze zu verfassen, bzw. bis ins kleinste Detail eine Straße, ein Gebäude, ein Fahrzeug zu beschreiben ist dies nicht für jeden Leser bedeutend.
Der Stil ist wie immer etwas "schwulstig", die Personen sind flach konstruiert ohne großen Tiefgang.
Action kommt relativ wenig vor (wobei die Idee mit den künstlich-fleischfressenden Libellen ganz nett ist - Schmetterlinge tauchen übrigens gar nicht auf).

Meiner Meinung nach viel zu viel gewollt, das Gegenteil erreicht. Schlicht überfrachtet und langweilig!

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