Ohne Moos nichts los! Dieses Sprichwort verdeutlicht, welche Sorgen zahllose Deutsche jedes Jahr aufs Neue quälen: Sie wollen das eigene Geld gut angelegt wissen und in finanzieller Sicherheit leben. Zur Auswahl stehen dabei unterschiedliche Finanzprodukte. Oft ist jedoch nicht klar, welche Anlageform sich am besten eignet. Deshalb ist es für viele Anleger sinnvoll, eine professionelle Finanzberatung in Anspruch zu nehmen. Der folgende Artikel soll Ihnen helfen, sich vorzubereiten, und Ihnen einige wichtige Informationen liefern.

Wie erkennt man einen guten Finanzberater? Und was muss man selbst vor einem Termin beachten?

Die Suche nach dem Finanzberater beginnt im persönlichen Umfeld und im Internet. Haben Freunde oder Bekannte bereits gute Erfahrung gemacht und sprechen sich neutrale Presseberichte für die Qualität einer bestimmten Finanzberatung aus, ist die Wahl schnell getroffen. Bei Finanzberatern sind verschiedene Typen zu unterscheiden: Es gibt unabhängige Berater, aber auch Makler, die eine Provision für die verkauften Produkte erhalten. Auch Angestellte einer Bank oder einer Versicherung können die Beratung und den Verkauf von Finanzprodukten übernehmen. Ein Honorarberater hingegen berät vollkommen unabhängig und wird dafür vom Ratsuchenden bezahlt.

Entscheidend ist auch, was für eine Ausbildung der Berater genossen hat, und wie viel Erfahrung er bereits vorweisen kann – schließlich hat so gut wie jeder Interessierte die Möglichkeit, innerhalb von wenigen Wochen dank Seminaren und Workshops zum Finanz- und Versicherungsfachmann zu werden. Je höher der Abschluss und je weitreichender die Referenzen, desto besser.

Vorbereitung auf das Gespräch

Anleger legen vor dem Beratungsgespräch das Ziel fest, welches sie mit der Geldanlage verfolgen. Man sollte sich darüber im Klaren sein, wie die aktuelle finanzielle Lage aussieht und welches Risiko man eingehen möchte. Bevor Geld angelegt wird, sollte man sich durch Privathaftpflicht- oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung gegen existenzbedrohende Risiken absichern. Gut vorbereitet geht es dann zum Termin.
Viele Finanzberater besuchen ihre Kunden gern zu Hause, hier besteht aber dir Gefahr leichter zu etwas überredet zu werden. Im Büro des Maklers herrschen von Anfang mehr Skepsis und daher auch eine höhere Aufmerksamkeit. Dann gilt es, gut zuzuhören und bei jeder noch so kleinen Unklarheit Fragen zu stellen. Fragen zu möglichen Verlusten, der in Aussicht gestellten Rendite und gegebenenfalls der Provision sind keinesfalls unangebracht. Wenn der Finanzberater offen und ruhig auf jede Schwierigkeit eingeht, kann er als seriös eingestuft werden.

Vor der Entscheidung die Vorschläge prüfen

Von jedem Finanzgespräch fertigt der Berater ein Protokoll an. Dieses sollte eingehend geprüft und bei Unstimmigkeiten, zum Beispiel in Bezug auf die eigenen Wünsche, erneut das Gespräch gesucht werden. Im besten Fall schlägt der Berater verschiedene Finanzprodukte vor, zwischen denen der Anleger sich entscheiden kann. Zur Auswahl stehen beispielsweise Sparkonto, Tagesgeld, Aktien- oder Rentenfonds. Die Wahl sollte wohl überlegt sein und nicht voreilig getroffen werden. Vor dem endgültigen Kaufabschluss weist ein guter Finanzberater den Kunden auf sein Widerrufsrecht hin.

Image: Alexas_Fotos (pixabay.com)

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