• Politische Korrektheit: Das Schlachtfeld der Tugendwächter
  • Jörg Schönbohm
  • 2009
  • Sachbuch erschienen bei der Manuscriptum Verlagsbuchhandlung

 

Herr Schönbohm ist wohl einer der letzten Konservativen Autoren, der den Mut hat aufzuzeigen, welchen abstrusen, dämoni-sierenden, ja fast stigmatisierenden Auswüchsen diejenigen ausgesetzt sind, die es wagen gegen die vergefertigten Meinungen all jener Gutmenschen aufzubegehren, die meinen über alles und jedes die Deutungshoheit zu haben!
Demokratie hin oder her, Meinungsfreiheit gibt es auf keinen Fall für jeden! Das aktuellste Beispiel ist wohl Herr Sarrazin, der sogar um seinen Job fürchten muss, da seine Meinung eine ist, die die Politiker nicht hören wollen, von allzu vielen auf der Strasse aber durchaus geteilt wird. Zumindest muss es wohl einiges an Interesse an dem Buch geben, wenn es noch vor dem Erscheinungstermin ÜBERALL auf Platz eins der Bestsellerlisten ist!Dabei ist auch gleich anzumerken, dass auch das Buch von Herrn Schönbohm ganz oben auf eben dieser Liste steht!
Nichtsdestowenigertrotzdem weißt Herr Schönbohm anhand einiger Beispiele darauf hin, dass mit diesem Demokratieverständnis, welches dafür sorgt, dass gewisse Themen halt nicht öffentlich angesprochen werden dürfen, ja aber trotzdem besprochen und diskutiert werden, die Demokratie ausgehöhlt und gefährdet wird. Auf knappen 64 Seiten zeigt er einige teilweise grotesk anmutende Worthülsen, die Politiker verwenden, um nur auf gar keinen Fall irgendeiner Randgruppe auf die Füße zu treten. Das mutet zum Teil geradezu peinlich an! Schade ist, dass es halt so kurz ist, dazu noch relativ groß gedruckt, da hätte man noch viel mehr bringen können. Doch auch so ist ein kleines, feines Büchlein gelungen, dass jeder Bundesbürger gelesen haben sollte!

Fazit: Sehr lesenswert!

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