Buch zur Kritik: Noch mehr Gaerten des Grauens von Ulf Soltau

Noch mehr Gärten des Grauens von Ulf Soltau

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Der April ist schon wieder halb vorbei.
Auch wenn es noch kalt, feucht und dank verordnetem Stillstand ziemlich trostlos ist, die Gärtner der Nation stehen bereit um bei höheren Temperaturen raus zu stürmen um das heimatliche Grün in eine "Wohlfühloase" zu verwandeln.
Nun gibt es üppiges Grün rund ums Haus, heimelige Apfelbäume, prachtvolle Rabatten oder liebevoll gestutzte Rosenhecken, mit denen man sein Heim verschönern (oder vor den Nachbarn angeben) kann.
Und es gibt zwar einmalig gepflegte heimische Schollen, die allerdings jeglichen Stil, jede Schönheit oder Eleganz einfach vergessen machen.
Genau diese präsentiert Autor Ulf Soltau in diesem knappen 130 Seiten Büchlein ein weiteres Mal zu Genüge.
Nach dem großen Erfolg seines ersten Buches aus dem Jahre 2019 hat sich Soltau also wieder auf die Pirsch gemacht, um gepfeffert-ironisch einige Monster an Gärten zu präsentieren.
Dabei geht es um den sogenannten Schottertrend. Weswegen man sich als Eigenheimbesitzer dafür entscheidet ist natürlich jedem selbst überlassen, nicht wenige meinen, dass es weniger Aufwand bedeutet, manche mögen das entstehende nüchterne Gesamterscheinungsbild oder können sich aus körperlichen Gründen nicht mehr um viele Pflanzen kümmern.


Doch egal was die Gründe sind: pflegeleicht ist so ein biologischer Friedhof auch nicht.


Biologischer Friedhof deshalb, weil in so einer "Schotter Wüste" Tiere weder Nahrung noch Schutz finden, also bleiben sie weg.
Schottern ist der Tod.
Doch das nur am Rande, denn egal ob "Gräberfeld für Schulanfänger" neben einer Tiefgaragenausfahrt oder "an die Oberflächen fremder Planeten" erinnernde 15 * 20 Meter große Felder am Rande der B12 bei Passau - Soltau hat sie entdeckt und abgelichtet.
Wobei er natürlich nicht nur allein unterwegs gewesen ist, sondern an Anhängern aus der ganzen Bundesrepublik tatkräftig unterstützt wurde, wie er in seiner ausführlichen Danksagung zum Ende bekannt gibt.
Ganz dem Zeitgeist folgend, kommt leider auch in großer Menge der "Genderstern" zum Einsatz.
Ich persönlich empfinde dies als lästig, da es den Lesefluss ganz einfach behindert und in keiner Weise eine Bereicherung der Sprache ist.
Aufoktroyiert und künstlich wie die beschriebenen Gärten ist es allerdings irgendwie passend.

Mein Fazit
“Noch mehr Gärten des Grauens” von Ulf Soltau ist ein netter Zeitvertreib um sich anzusehen, wie man es nicht machen sollte. Das “gendern” mag zeitgeistkonform sein – es nervt.

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