• Body Farm
  • von Patricia Cornwell
  • September 2010 (deutsche Ausgabe erstmals 1995)
  • Thriller erschienen bei Hoffmann & Campe

Hier ist der fünfte Band von Patricia Cornwell und "ihrer" Heldin Kay Scarpetta, von der ja mittlerweile erstaunlicher Weise schon der siebente Band im Umlauf ist.
Ich habe als ersten also den fünften gelesen. Leider muss ich sagen, dass ich sehr enttäuscht bin.
Aber erst zur Handlung:
Die Heldin - Kay Scarpetta - ist Gerichtsmedizinerin. Auf ihrém Seziertisch landen also - weiß Gott - die ungewöhnlichsten und unglaublichsten Grausamkeiten die Menschen einander antun können (zumindest in den Hirnen vieler Autoren). Diesmal ist ein elfjähriges Mädchen betroffen.
Natürlich wurde sie nicht "nur" getötet, sie wurde reichlich bestialisch verstümmelt und gefoltert.
Doch die Ermittlungen treten auf der Stelle, jede noch so kleine Spur endet in einer Sackgasse.
So bleibt Kay Scarpetta nur eine Hoffnung.
Sie muss sich zur Body Farm begeben, einem abseits gelegenem staatlichem Areal, in dem den Opfern durch höchst unge-wöhnliche Experimente viele Geheimnisse über den Tot hinaus noch entrissen werden können.

Zunächst einmal sei angemerkt, dass der Verlag geschummelt hat, da hier lediglich der 1995 er Thriller "Das ABC der Toten" recycelt wurde.
Wer dies nicht weiß, bzw. wer ein größerer Fan der Cornwell ist, dürfte reichlich enttäuscht sein,wenn er nach dem Kauf merkt, dass er dies Buch vielleicht schon im Regal stehen hat.
Zum eigentlichen Inhalt ist nicht viel zu sagen.
Die Body Farm taucht auf knappen vierhundert Seiten höchstens vier mal auf, so dass man sich fragt, was der Titel denn wohl soll?
Die Täter sind am Ende irgendwie alle schon länger nicht mehr im Diesseits, so dass eine eigentliche Auflösung gar nicht wirklich stattfindet.
Kay Scarpetta verliert sich in endlosen - meiner Meinung nach - öden Vermutungen, wobei man sich fragt, ob sie die wohl im Kaffeesatz liest oder woher sie die sonst herholt?
Stilistisch greift Frau Cornwell zur ersten Person, so dass man alles aus den Augen der Ermittlerin sieht, was ich persönlich immer als Einschränkung empfinde und nicht gut.
Dazu kommt, das jede Ironie fehlt und so das Ganze einfach nur durchkonstruiert, hölzern, langweilig wirkt.
Bei den Toten selbst geht es wie immer höllisch zur Sache, was viele Leser anscheinend gouttieren.
Mich beeindrucken diese Perversionen nicht, sonder schrecken sie eher ab.

FAZIT: ZEITVERSCHWENDUNG!!!

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