• Nicht mein Tag
  • Ralf Husmann
  • erschienen 2008 im Scherz Verlag
  • satirischer Roman erschienen im Scherz Verlag

 

Till Reiners ist ein Name, der klingt schon nicht sehr aufregend. Till Reiners geht stramm auf die vierzig zu, trägt keine modernen Klamotten, hat keinen spannenden Job bei der Bank, zu Hause ein nervig-frigides Frauchen mit anstrengendem Söhnchen und sieht die Träume seines Lebens so langsam am Horizont entschwinden.
Doch eines schönen Tages geht Nappo mit der Waffe in der Hand Geld abheben.
Für Till Reiners ergibt sich die Chance seines Lebens, um dem öden Trott zu entgehen, der sympathischen Kollegin Jessica zu zeigen, was für ein Hengst da die ganzen Jahre an ihrer Seite schlummerte.
Doch wie der Titel schon vermuten läßt, geht das ganz gewaltig nach hinten los.

Hier haben wir also eine Art Road Movie...mit einem penetranten Langweiler auf der einen, sowie einem chaotischen Möchtegern Kriminellen auf der anderen Seite.
Das ist auf jeden Fall am Anfang gut für einige Lacher, auch wenn die Grundidee nun wirklich nicht sehr originell ist. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet. Der (Anti)Held ist herrlich zerrissen, wandelt sich aber mehr und mehr je weiter man liest.
Doch irgendwie hält der Autor das anfängliche Tempo nicht bis zum Schluß durch. Etwa bei der Hälfte der knappen 260 Seite ist die Luft einach raus und bläht sich nur noch überflüssig immer weiter auf.
Das gibt der Glaubwürdigkeit natürlich ganz schön schnell den Rest.
Im Nachhinein fand ich die Passagen in denen der Held sein Leben reflektiert mit am Besten, da dem Autoren wirklich ein paar schöne, nachdenkliche Sätze gelungen sind.
Da kann man wirklich mal in sich gehen.

  FAZIT: zu wenig Gutes um gut zu sein!!!

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