• „Mieses Karma“
  • David Safier
  • 2010
  • Satire erschienen bei Rowohlt

 

Das war es also...bei der Preisverleihung des deutschen Fernsehpreises geht für Talklady Kim Lange wirklich alles schief. Höhepunkt der Veranstaltung ist aber unvergleichlich...wer wird schon vor einem Millionenpublikum von einem Waschbecken erschlagen? Vielleicht einige – aber von einem, dass ein russisches Raumschiff verloren hat? Wohl wirklich niemand. Aber Talklady Lange wird wiedergeboren – als Ameise. Da hat sie noch Glück – sie hätte ja auch eine Darmbakterie werden können... Und so muss sie Fronarbeit im Ameisenhügel leisten, was man da alles erleben – und wen man alles treffen kann... Das Debüt von David Safier strotzt geradezu vor originellen Einfällen, die kurz und gut vorgetragen werden. Von langen Schachtelsätzen oder allzu langwierigen Beschreibungen hält der Autor gar nichts. So bleibt ein nicht immer von Plattheiten freies, dafür aber heiteres, schlagfertiges Büchlein – nicht mehr und nicht weniger, dass einen auch noch mal kurz zum Nachdenken animiert! Dass der Autor jahrelang für die Serie „Berlin, Berlin“ geschrieben hat, merkt man ziemlich deutlich und wer diesen Humor mochte, wird „Mieses Karma“ lieben. Für hochgeistige Kritiker, die gerne das Lachen verböten oder dafür in den Keller gehen, ist dieses Buch daher nicht unbedingt geeignet. Für alle Anderen dafür um so mehr! Da ist es auch kein Wunder, dass dieses Karma natürlich einen Platz auf den Bestseller – Listen ganz weit vorne einnimmt. Fazit: „Mieses Karma“ ist ein einziger Schenkelklopfer...super schräg...haufenweise witzige Einfälle! Köstlich!
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