• „Die Hunde von Riga“
  • Henning Mankell
  • 1993
  • Thriller im DTV

 

Kommissar Wallander und sein Team wird diesmal mit zwei erst gefolterten und dann erschossenen Letten in einem Rettungsboot konfrontiert, die niemand kennt. Nach einem Amtshilfegesuch wird Major Liepa nach Schweden entsandt um die schwedischen Kollegen zu unterstützen. Nach kurzer Zeit, in dem sich Liepa und Wallander angefreundet haben, geht Liepa wieder zurück um den Fall in Lettland abzuschließen. Noch am selben Tag wird er ermordet. Als Wallander dies von der Witwe des Majors erfährt, macht er sich augenblicklich auf den Weg, um den Mörder seines Freundes zu finden. Doch was er in Riga in erlebt, übersteigt seine kühnsten Vorstellungen… Mankells zweiter Wallander-Roman ist wieder eine verzwickte Mördersuche. Der beliebte schwedische Kommissar, der im Film von Rolf Lasgard sehr überzeugend dargestellt wurde, ist schwermütig wie eh und je durch halb Europa unterwegs. Dabei dient Wallander wieder als Sprachrohr des Autors um den langsamen Verfall der westlichen Werte zu bedauern. Das ist manchmal reichlich dick aufgetragen – genauso wie Mankell die stete Überwachung, seines Kommissars in Riga. Dabei darf man allerdings auch nicht vergessen, dass das Buch geschrieben wurde, als der Kommunismus noch nicht ganz in die Knie gegangen war und der lettische Nationalismus aber doch schon wilde Blüten trieb. Fazit: Bös trocken, allerdings auch recht spannend!
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