• Der Fall Collini
  • von Ferdinand von Schirach
  • September 2011
  • Roman erschienen im Piper Verlag

Jahrzehntelang lebte der Italiener Collini als unauffälliger Werkzeugmacher bei Mercedes in Deutschland, um dann mir nix, dir nix in der Hauptstadt in einem Luxushotel einen alten Mann zu töten.
Als Pflichtverteidiger wird der junge Anwalt Caspar Leinen berufen, der zu-fällig das Opfer kannte.
Collini gesteht den Mord, doch er will keine Verteidigung, schweigt eisern zu seinem Motiv.
So ist Leinen auf sich gestellt, stößt aber bald auf eine spur, die er lieber nicht gefunden hätte...

Hier kommt denn einmal ein "John Grisham" auf deutsch.
Obwohl man den Täter - der natürlich reichlich grausam zu Werke geht - geht, beschäftigt den Leser bis fast zur letzten Seite die Frage nach dem "Warum".
Und ähnlich wie beidem amerikanischen Bestsellerautor, gewährt von Schirach einen Einblick in die Mühlen der Justiz und wie da ein Rad ins Nächste greift.
Das ist zum Teil ziemlich komplex, doch nie langweilig.
Einzig das - man gerade zwei Seiten lange - Ende ist ein wenig merkwürdig geraten.
Durch den knappen Schreibstil des Autors, ist das Buch so schon nur knapp über zweihundert Seiten lang, doch zum Ende hin, wurde ich das Gefühl nicht los, dass der Autor schlicht keine Lust mehr hatte, das wirkt wie hingerotzt und hinterläßt leider einen faden Beigeschmack.

FAZIT: BESTSELLER? MAN FRAGT SICH WARUM?

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