• Die Frau an seiner Seite: Leben und Leiden der Hannelore Kohl
  • Heribert Schwan
  • 2011
  • Autobiografie bei Heyne erschienen

Zehn Jahre nach ihrem tragsichen Selbstmord hat sich nun einer ihrer engsten Vertrauten dran gemacht, eine - nicht ganz neue - Seite der Familie des ehemaligen Kanzlers zu beleuchten.
Nachdem der Sohn Helmut Kohls bereits zum Besten gab, wie seine einsame Kindheit und wie unerreichbar der eigene Vater vom fernen Oggersheim aus gewesen ist, wird nun also die ehemalige Frau noch einmal "ans Licht gezerrt".
Und das anscheinend äußerst erfolgreich, wie die aktuellen Bestsellerlisten belegen.
Doch bei all den verkauften Büchern, die man als Hinweis für die "Wichtigkeit" des Buches nehmen könnte, stellte sich mir mehr als einmal die Frage, ob man dies alles so an die Öffentlichkeit bringen sollte?
Viele Passagen hat Frau Kohl in schwer depressiven Phasen ihres Lebens mit dem Autor besprochen. Dies ist zwar viele Jahre her, doch ist es denkbar das sie wollte, daß jeder dies einmal wird lesen können?
Ich denke nicht.
Abgesehen davon gibt es kaum Neuigkeiten zu erfahren. Wer sich seinerzeit halbwegs mit dem Thema beschäftigte -und das habe ich nicht einmal - der bringt mit diesem Werk keine ganz großen neuen Erkenntnisse an sich. Dazu kommt der elend umständliche Stil des Autors...so viele Orte, Namen etc. die man in keinen wirklichen Kontext bringen kann, zeugen vielleicht von Authentizität, trüben den Lesefluß aber ungemein!

FAZIT: Überflüssig!

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