• Das große Porno-Buch: Ein unzensierter Blick hinder die Kulissen der Sexindustrie
  • von Seth Grahame-Smith
  • Dezember 2006
  • Sachbuch/Erotik erschienen im Heyne Verlag

 

Eines zuerst: wer hier hardcore Bilder erwartet, wird bitter enttäuscht werden.
Für knappe 15,-€uro wird auf etwas mehr als 200 Seiten zwar einiges geboten, Freunde dieser Art der Kunst werden allerdings keinen Spaß haben.
Den hatte allerdings der Autor dieses Büchleins. Er gibt es auch ziemlich unumwunden zu, dass er eine Menge Freude an der Recherche für das "große" Werk hatte.
Schließlich konnte er auf Kosten seiner Sponsoren die Nachforschungen anstellen.
Sieben Kapitel hat das Buch.
Zuerst geht es an die Geschichte der Pornographie, die sich relativ kurzweilig liest.
In den nächsten beiden Kaqpiteln kommt meiner Meinung nach die Objektivität reichlich kurz, das Grahame-Smith die 20 "größten" Filme inklusive Hauptdarsteller benennt. Das belegt er allerdings nicht, sondern läßt nur seine Meinung gelten...und die ist reichlich amerikalastig! Das sit ja nicht schlimm...aber eben auch nicht objektiv!
Alle die noch Defizite haben, können in den Kapiteln 4 und 5 noch mal nachlesen, was die einzelnen "Insider"begriffe denn eigentlich bedeuten.
Obwohl ich vermute etwas wie "französisch" muss niemanden erklärt werden, der Geld für so ein Buch ausgibt, oder? Das vorletzte Kapitel beeinhaltet allen Ernstes die Frage, welches Land mit welcher "Art" von Pornographie identifiziert werden kann. (Das wäre ja vielleicht mal eine Aufgabe für "Wetten, dass...")
Was der Autor dabei für Deutschland ausmacht werde ich hier nicht verraten...seltsam fand ich es auf jeden Fall. Die Krone des Absurden wird dem Ganzen im letzten Kapitel aufgesetzt.
Jetzt ist es soweit, dass man allen ernstes lesen kann, wie jeder es schaffen kann einen Porno zu drehen. Das ist wirklich Irre zu lesen...oder mir fehlt einfach der Mut es zu versuchen.
Einmal mehr wird ein reißerisches Thema oberflächlich abgenudelt.
Teilweise lässig und witzig...die meiste Zeit aber wenig erhellend und pseudoinformativ - wie eine Reportage auf RTL2 - dafür aber aufgeilend - sollte man vor dem Kauf das Werk einmal durchblättern und zwischenlesen.

Fazit: kann man haben, muss man nicht!
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