Neue Buchkritik

Steve Jobs: die autorisierte Biografie des Apple-Gruenders von Walter Isaacson

  • Steve Jobs: die autorisierte Biografie des Apple-Gründers
  • geschrieben von Walter Isaacson
  • Oktober 2011
  • autobiografisches Sachbuch erschienen im Bertelsmann Verlag

Steve Jobs - wohl einer der begabtesten Selbstdarsteller und großartigsten Erfinder der letzten Dekaden - ist wohl noch gar nicht wirklich tot gewesen, da kamen die ersten Bücher über sein Leben und Werken heraus. Wobei dieses insofern herausragt, als es innerhalb weniger Tage die Nummer eins der Bestsellerlisten eroberte. Mehr als siebenhundert Seiten benötigt der Autor, um die herausragenden Siege ebenso detailliert zu schildern, wie die fast tragischen Misserfolge des Kernobst Liebhabers. Da macht es Freude zu lesen, da in vielen Biografien die Autoren den Fehler begehen, dass die beschriebene Person fast nur über alle Maßen gelobt wird. Nicht so hierbei. Der Autor lässt seiner Kritik durchaus freien Lauf, bleibt aber sachlich dabei. Außerdem muss man kein absoluter Fan der Appleprodukte sein, um alles zu verstehen. Nervig sind die vielen Übersetzungs - und somit aus Inhaltsfehler, die jedem Lektor - auch mit wenig Technikverstand - doch sofort ins Auge hätten springen müssen. Es musste wohl schnell gehen, durfte nicht viel kosten. Da kann man guten Gewissens lieber zum englischen Original greifen können, auch wenn man wenig Englisch beherrscht. Neben dem technischen Teil, empfand ich die Beschreibung des Familienmenschen Jobs sehr kurzweilig, wobei ich feststellte, wie wenig man über ihn wusste. Schade, dass er so früh gehen musste.FAZIT: die Schlampigkeit der Übersetzung nervt. Ansonsten okay!!!