NeuwagenMehr als 320.000 Neuzulassungen registrierte das KBA allein im März 2015. Mit einem Plus von neun Prozent scheint der Wunsch nach einem neuen Auto in diesem Jahr besonders hoch zu sein. Abseits der aktuellen Marktlage gibt es bei den Interessierten immer einen Wunsch: Das neue Fahrzeug möglichst günstig zu erwerben. Wie das möglich ist, erklären wir im Anschluss.

Die Deutschen träumen vom Auto

Der Wunsch nach einem neuen Pkw ist bei vielen Autofahrern groß. Der GfK Verein hat im Auftrag von SPIEGEL ONLINE herausgefunden, wovon die Deutschen träumen. Mit 12,7 Prozent liegt das Auto vor dem Haus (11 Prozent) oder der Wohnung (4,5 Prozent). Das Auto belegt in der Kategorie Eigentum die höchste Position. Beim Wunschauto zeigen sich die Deutschen als wenig luxusaffin. Marken wie Ferrari oder Porsche wurden selten genannt.
Wenn es darum geht, einen Kaufwunsch zu äußern, belegt das Auto mit 22,9 Prozent eine höhere Position als beim Traumwunsch. Das Haus liegt mit 19,5 Prozent an zweiter Stelle. Das Klischee der deutschen Auto- und Immobilienbesitzer ist also nicht ganz unbegründet. Wie aber erfüllt man sich den Auto-Traum zu möglichst günstigen Konditionen?

Lösung 1: Den Gebrauchten privat verkaufen

Für die meisten Menschen bedeutet der Kauf eines neuen Fahrzeugs, dass sie dafür ihren alten Pkw aufgeben. In einigen seltenen Fällen wird der Gebrauchte an den Partner oder das Kind abgegeben. Meistens suchen Interessierte jedoch einen neuen Besitzer. Das hat auch einen guten Grund: Mit dem Geld durch den Verkauf des Gebrauchten können sie einen Teil des neuen Automobils finanzieren.
Der Verkauf findet in den meisten Fällen privat statt. Hierzu nutzt man entweder lokale Zeitungsannoncen oder Online-Portale. Letztere sind vorteilhafter und bieten die höheren Erfolgschancen. Einen Überblick über die verschiedenen Autoportale und ihre Vor- und Nachteile gibt es bei diesem unabhängigen Verbraucherportal.

Lösung 2: Auto in Zahlung geben

Wer sich mit dem privaten Pkw-Verkauf nicht auseinandersetzen möchte, der gibt seinen Gebrauchten in Zahlung. Das ist bei praktisch jedem Autohändler möglich, hat aber den Nachteil, dass man weniger für seinen Pkw erhält als durch einen privaten Verkauf. Das gilt insbesondere dann, wenn man einen Wagen einer anderen Marke in Zahlung gibt. Der Grund ist nachvollziehbar: Der Autohändler muss das Auto herrichten und möchte aus seinem Verkauf einen Gewinn machen. Weiterhin ist es für ihn schwieriger, als Händler X einen Pkw der Marke Y zu verkaufen.
Die Alternative zur klassischen Variante beim Autohändler ist die Auto-Inzahlungnahme bei einem speziellen Autoankäufer. Der Vorteil in diesem Fall liegt darin, dass solche Ankäufer in der Regel einen höheren Ankaufspreis anbieten als Autohändler. Es gibt auch keine Nachteile durch die angebotene Automarke. Der Preis orientiert sich am jeweiligen Marktwert des Fahrzeugs, seinen Extras sowie seinem Zustand.

Lösung 3: Fahrzeug über Online-Portal erwerben

Online-Portale sind nicht nur dazu geeignet, seinen Gebrauchten zu verkaufen. Autohersteller nutzen die Webseiten als Werbeplattform, um auf Sonderangebote und limitierte Aktionen aufmerksam zu machen. Der Vorteil für Käufer: Sie kaufen bei Vertragshändlern, erhalten bis zu 40 Prozent Rabatt und dazu noch eine Garantie vom Hersteller.

Lösung 4: Auslaufmodelle, Jahreswagen, EU-Wagen und Co.

Unabhängig davon, ob man einen Gebrauchten verkauft und dessen Erlös in ein neues Auto investiert, kann man bei dem neuen Fahrzeug sparen, wenn man sich ein wenig über die verschiedenen Fahrzeug-Kategorien auskennt:
  • Auslaufmodelle: Wenn ein neues Modell präsentiert wurde und dessen Verkauf demnächst startet, werden Auslaufmodelle besonders günstig angeboten. Wem das alte Modell bestens gefällt, kann hier ein Schnäppchen machen.
  • Jahreswagen: Sie werden häufig auf Angestellte des Händlers zugelassen und nach einem Jahr verkauft. Diese Fahrzeuge sind zwar nicht neu, befinden sich in einem sehr guten, neuwertigen Zustand.
  • Tageszulassungen: Ein Geheimtipp im Neuwagensektor. Es handelt sich um Neuwagen, die für einen kurzen Zeitraum (meist wenige Tage) auf den Händler zugelassen wurden. Der Preisvorteil beträgt hier bis zu 25 Prozent.
  • EU-Importe: Die Preisersparnis bei den EU-Neuwagen beträgt zwischen 20 und 35 Prozent. Es handelt sich um Fahrzeuge, die für andere EU-Länder gedacht sind. Sie unterscheiden sich in puncto Ausstattung teilweise vom deutschen Angebot.
Bild zum Artikel: Jürgen Effner - Fotolia



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