• Die Insel unter dem Meer
  • Isabel Allende
  • November 2011
  • Dramatischer Roman erschienen im Suhrkamp Verlag

Gerade mal neun Jare alt ist die Mulattin Zarite' Sedella als sie im neunzehnten Jahrhundert an den gehörnten, frustierten weißen Plantagenbesitzer Valmorain verkauft wird. Ein Verkauf, der sie mit Haut und Haar ihrem neuen "Besitzer" ausliefert.
Und dieser nimmt sich sein Recht mit Haut und Haar.
So muss sie unsagbare Demütigungen, Folter und Vergewaltigungen über sich ergehen lassen, um überhaupt die Chance auf eine Arte Leben zu haben.
Denn eines würde Zarite' Sedella nie in den Sinn kommen, nie würde sie ins Paradies des Totenreiches auf "die Insel unter dem Meer" fliehen.
Isabel Allende ist nicht erst nach ihrem weltweiten Erfolg des "Geisterhauses" eine Garantin für spannende, packende oftmals fast epische Romane.
Die Skalvin Zarite', im Buch liebevoll Te'te' genannt, wird seit ihrem elften Lebensjahr sexuell genötigt und vergewaltigt, geschwängert, muss nah New Orleans fliehen und schafft es doch immer wieder dem Leben etwas positives abzugewinnen.
Das ist einfach berührend zu lesen.
Dabei verknüpft Frau Allende Fiktion mit Fakten auf einzigartige Weise.
Man kann sich bei jedem Wort vorstellen, was die Sklaven erdulden mussten und was für ein übermäßiges, über Leben und Tod entscheidendes Monstrum die Sklavenbesitzer sein konnten.
Und trotz der beinahe 560 Seiten kommt so gut wie nie Langeweile auf.
Die Figuren sind präzise gezeichnet, dabei kann man zwischenzeitlich sogar mit der Bestie von Plantagenbesitzer Mitleid bekommen, der Stil flott und gut zu lesen.

FAZIT: SEHR,SEHR GUT!!!
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