• Buchtitel: Kellerkind
  • Autor: Nicole Neubauer
  • erschienen: Januar 2015
  • Verlag und Genre: Blanvalet // Krimi

Rose Benninghof liegt hingemetzelt in ihrer ehemals teuren Wohnung.
Im Keller kauert der verletzte, blutende Sohn ihres ehemaligen Freundes, vierzehn Jahre ist der Junge namens Oliver Baptiste.
Auch er wurde misshandelt, kann sich aber an nichts mehr erinnern.
Oder handelt es sich vielleicht um den Täter?
Hauptkommissar Wächter ermittelt in einem Fall, der immer rätselhafter wird.

Ein Jahre altes, ungesühntes Verbrechen wirft seinen langen Schatten ins Hier und Jetzt

Statt eines Ermittlerduos bietet die Autorin Neubauer hier ein Trio auf, was ja mal etwas neues ist.
Flott geschrieben, mit viel Wortwitz, treibt sie die Handlung zunächst voran ohne zu langweilen.
Die Figuren sind durchweg gut gezeichnet.
Wobei das Privatleben und die Probleme des Ermittlers Hannes mit seiner Tochter Lilly auch etwas weniger ausführlich hätten ausfallen können.
Kommissar Wächter hat selbstverständlich auch so seine Problemchen, wird aber bei weitem nicht so ausgeleuchtet wie Assi Hannes.
Da bleibt abzuwarten ob in einem der nächsten Bände (mit Kellerkind handelt es sich einen Auftaktband einer neuen Reihe) mehr preisgegeben wird.
In der zweiten Hälfte des Buches gerät der Spannungsbogen leider etwas flach, die Ermittlungen kommen nicht mehr voran außerdem scheinen der Autorin etwas die Ideen ausgegangen zu sein, fängt sie doch mit Wiederholungen an. Und davon nicht wenige.
Es werden jeden Tag dieselben Leute verhört, so dass man einräumen muss, dass weniger das Können der Polizisten, als vielmehr die mauernden Zeugen die Lösung des Falles in den Händen halten.
Gewöhnungsbedürftig sind die bayerische Mundart, die recht ausführlich gepflegt wird.
Damit hat man als Hamburger schon eine kleine Herausforderung.
Die lokalen Gegebenheiten werden kurz und bündig wiedergegeben, darin unterscheidet sich dieser Krimi von den vielen anderen lokalen Ermittlern die derzeit unterwegs sind.

Fazit zu "Kellerkind": Guter Start, etwas zähes Ende!



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