• Tagebuch einer Nymphomanin
  • von Valerie Tasso
  • 2005
  • erotischer Roman erschienen im Ullstein Verlag

Mit süssen 15 entdeckt Valerie die Liebe...oder vielmehr den Sex in so ziemlich jeder vorstellbaren Konstellation, merkt dabei aber auch, dass für LIEBE etwas fehlt. Von den Männern enttäuscht und benutzt beginnt ihr unaufhaltsamer Abstieg, bis sie sogar im Bordell für ihren Lebensunterhalt sorgen muss.
Was bleibt ist die Frage, ob sie noch eine Chance bekommt doch ihr Glück zu finden?

Und um das zu beantworten benötigt die Autorin gepflegte 335 Seiten, in der sie so gut wie gar nichts an Spielarten ausläßt. Die Heldin reißt ein Pernsum ab, dass man es - auch wenn sie Nymphoman ist - nicht glauben kann.
Doch das ist lediglich der Vordergund.
Die eigentliche Story dahinter ist eine moderne, nach außen sehr selbstbewußte, doch in Wirklichkeit unheimlich zerbrechliche Frau, die sich nach Anerkennung und echten Gefühlen sehnt.
Das klingt nach schnulzigem Frauenroman, ist es aber gar nicht.
Der Stil ist sehr flüssig und leicht geschrieben, die Handlung läßt natürlich das ein oder andere Klischee nicht aus, überspannt den Bogen aber zu keiner Zeit.
Die Sexszenen sind angenehm deftig geschrieben, ohne so vulgär wie Roche zu sein.
Nur wer die üblichen "Bunga-Bunga-Possen" erwartet, sollte die Finger davon lassen.

FAZIT: schönes, dabei durchaus spannendes Buch
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