• Sehnsucht nach Leben
  • von Margot Käßmann
  • 2011
  • Lebenshilfe erschienen im adeo Verlag

    Margot Käßmann meldet sich einmal mehr zu Wort, wobei sie (rein mengenmäßig) nicht sehr viel geschafft hat. Knappe hundertachtzig Seiten - die auch noch mit zahlreichen Illustrationen von Eberhard Münch gestreckt wurden - ist ihr neuestes Werk lang geworden.
    Doch Masse ist ja nicht immer mit Klasse gleich zu setzen. Wohlgemerkt nicht immer...
    So widmet sie sich diesesmal dem dutzend Sehnsüchten, die ihrer Meinung nach jeder Mensch in sich trägt.
    Über allen anderen Sehnsüchten hängt die Autorin als - Hauptsehnsucht sozusagen - die Erkenntnis, dass es einen Gott gibt, der jeden hält, der einen nie im Stich läßt, auf den man immer bauen kann.
    Die "Sekundärsehnsüchte" beinhalten ihrer Meinung nach Trost, Liebe - das Verlangen nach einem Neuanfang oder des Loslassen könnens.
    Bei all dem wurde ich das Gefühl nicht los, den ganzen Sermon doch schon in ihren anderen Büchern gelesen zu haben. Gott ist die Antwort auf alles, das ist bei einer Theologin natürlich nicht anders zu erwarten, doch ich finde das ausgesprochen banal!
    Dazu kommt ein Unterton, der beweißt, für wie furchtbar wichtig sich die Dame eigentlich hält. Gefühlt jeder zweite Satz fängt mit "Ich" an, dazu kommt die ständige Wiederholung ihrer diversen Ämter, der zigfach Belastung der sie ausgesetzt gewesen ist...und und und
    Das ist schrecklich ermüdend, war froh als ich durchgewesen bin. Zudem finde ich fast zwanzig €uro für das Büchlein auch noch reichlich teuer.
    FAZIT: nur für ganz Fromme zu empfehlen!


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