Emma Stein ist in ihrem Hotelzimmer brutal vergewaltigt worden.

Der "Friseur" hat bei ihr zugeschlagen.

Der Täter wird so genannt, da der Triebtäter den Frauen vor der Ermordung die Haare schert.

Emma ist als einzige lebend entkommen, ohne die Bestie gesehen zu haben.

Doch nun lebt sie schwer traumatisiert zurückgezogen in ihrem kleinen Häuschen am Rande des Grunewaldes.

In jedem Mann glaubt sie den Friseur wiederzuerkennen.

Es ist ein schöner Sommertag, als der Briefträger bei Emma klingelt, damit sie eine Paket für ihren Nachbarn annehmen möge.

Als Emma klar wird, dass sie bis auf diesen Nachbarn, jeden in der Straße kennt, beginnt der Albtraum so richtig...

Vielschreiber Sebastian Fitzek hat einmal mehr zugeschlagen.

Diesmal eine sexuell gedemütigte junge Frau, selbst Psychologin, die über eine fixe Idee mehr und mehr die Kontrolle über den Rest ihres Lebens zu verlieren droht.

Aufmerksam bin ich aufgrund des originellen Einbandes geworden, bei dem Titel in form eines Paketes, darüber der Name des Autoren in blutig-rot. Das ist schon gut gemacht.

Zum Thriller selbst gibt es einiges zu sagen.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, stets und ständig baut der Autor Cliffhanger ein. Das ist per se natürlich nicht verkehrt aber wenn man schon so viele einbaut wäre es nett, wenn es dann auch mal was aufzuklären gäbe.

Viele sind überflüssig.

Der Titel ist meines Erachtens schlichtweg misslungen,  spielt "das Paket" doch eine verschwindend geringe Rolle.

Dem Leser werden nicht nur verschiedenene Handlungsstränge sondern sowohl zeitliche Sprünge zuzüglich Einbildungen der Hauptfiguren zugemutet.Jedes für sich ist sicherlich ein nützliches, stilistisches Mittel - alle drei auf einmal führen schnell zur Ermüdung oder - im schlimmsten Fall - Desinteresse.

Ohnehin braucht der Autor Fitzek lediglich 330 Seiten für sein "Paket" obwohl aller möglicher Firlefanz verwendet wird.

Die Figuren erscheinen mir durch die Bank hinweg unsympathisch, ihr Handeln unglaubwürdig, teils sogar lächerlich bis absurd dämlich.

ACHTUNG SPOILER:

Welcher Ehemann darf wohl den Vergewaltigungsfall seiner Frau untersuchen, obwohl er im Grunde Profiler ist aber bestimmt kein "einfacher" Ermittlungsbeamter?

Das ist nur einer von vielen Ungereimtheiten, die Fitzek dem Leser auch noch nebenbei zumutet.

So bleibt der Eindruck, dass Herr Fitzek sich lieber von der Fließ-bandarbeit verabschieden sollte um weniger aber besseres veröffentlichen zu können.

Meiner Meinung nach kann "Das Paket" von Sebastian Fitzek nicht überzeugen.

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