Cover des Buches Dawn of the Dead zur Kritik
Das Lesevergnügen beginnt mitten im Chaos...
In einem Fernsehstudio geht alles drunter und drüber, bei dem Versuch eine Sendung über eine Krankheit zu bringen, die sich anscheinend rasant ausbreitet.
Mitten in der Aufnahme geht der Aufnahmeleiter einfach weg, der Produzent versucht hektisch dessen Arbeit zu nehmen, man lernt Fran kennen, die eine kleinere Reporterin ist und anscheinend seit Ausbruch der "Krankheit" nicht mehr viel geschlafen hat.
Fran ist mit Steve liiert, der den Studiohelikopter fliegt.
Nach immer neuen Berichten über den Belagerungszustand des Studios, da die "Kranken" auf den Straßen die Gesunden jagen, beschließen die zwei mit dem Hubschrauber zu fliehen.
Steve besteht darauf, seinen Freund Roger mitzunehmen, einen handfesten Polizisten.

Freund Roger ist zusammen mit einer Spezialeinheit zu einem Mehrfamilienhaus gerufen worden, in welchem die Kranken scheinbar die Überhand übernommen haben und dass jetzt ausgeräuchert werden soll.
Eine unvorstellbare Schlacht beginnt...die Krankheit besteht im Wiedererwachen der Toten...die Zombies töten alles was sich ihnen in den Weg stellt, und jeder der von ihnen gebissen wurde, wird binnen 36 Stunden selbst zu einem.
Wie durch ein Wunder überleben Roger und sein neuer Freund Peter das Gemetzel.
Zusammen können sie sich zum Treffpunkt mit Fran und Steve durchschlagen.
In dem kleinen Hubschrauber schaffen sie die Flucht aus der Großstadt, die völlig unkontrollierbar geworden ist.

Weit draußen im Niemandsland landen die vier Überlebenden auf dem Dach eines gewaltigen Einkaufzentrums.
Hier gibt es alles was das Herz begehrt, sogar der Strom funktioniert dank der Notgeneratoren noch immer.
Fran, Steve, Roger und Peter beschließen zunächst zu bleiben um Kraft zu schöpfen.

Doch die Zombies sind nicht weit...



1978 drehte DER Erfinder des Zombie Genres George A.ndrew Romero seinen wohl bekanntesten "Untoten" Film, der so brutal und verstörend ist, dass er selbst heute noch, nach mehr als vierzig Jahren indiziert in Deutschland ist.
Zehn Jahre zuvor ist er bereits mit "Die Nacht der lebenden Toten" zu ersten Ehren gekommen, ist dieser Film doch seiner Zeit in Sachen Spannung, Düsternis und Zynismus um einiges voraus.
Bei diesem Buch handelt es sich nun also um das Filmbuch.
Die Charaktere werden kurz erklärt, erst im Laufe des Buches bekommt der Leser die Erklärung aufgetischt, worum es sich bei der Krankheit handelt und was man gegen die Horden an Untoten tun kann.
Die vier Protagonisten agieren in erster Linie um zu überleben, gerade Fran hat dafür noch einen ganz besonderen Grund, die drei Männer müssen erst noch ihre Rangordnung abstecken, sind die beiden coolen Cops doch der Meinung, Steve sei ein Weichei, der allerdings noch gebraucht wird um den Heli zu fliegen.
Krass sind die Schilderungen des schier unendlichen Angebotes innerhalb des riesigen Shopping Centers.
So muss sich der GI gefühlt haben, der im dichten Dschungel Vietnams nie genau mehr ahnen als sehen konnte, was um die nächste Ecke auf ihn wartet.
Die vier Überlebenden irren durch ein Schlaraffenland von Waren, aus denen sie sich nach Herzenslust bedienen doch auch hier wartet der Tod überall...und sei es in Umkleidekabinen von Geschäften.
Der Zahn der Zeit geht auch an diesem Buch nicht unbemerkt vorbei, sind Handys doch natürlich kein Thema, das Internet noch in weiter Ferne.
Aber trotzdem ist der Text gut zu lesen, da der Überlebenskampf im Vordergrund steht, der wird von den Vieren mit allen verfügbaren Mitteln vorangetrieben.
Dabei spritzen zwar Blut und auch mal Innereien aber im Gegensatz zu den Filmen halten sich die Autoren Romero und Sparrow in dieser Hinsicht angenehm zurück.

Meiner Meinung nach auch nach mehr als vierzig Jahren unbedingt lesenswert!

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