Vor dreizehn Jahren erlebte Briefträgerin knapp dreißig Jährige Anne Clarke fürchterliches: ihre Mutter und ihr jüngerer Bruder Daniel starben bei einem schlimmen Unfall.
Verursacht von Carla Bevin.
Erst nach vielen Jahren fängt sich die junge Frau wieder, tritt scheinbar mit einem neuen Leben als Briefzustellerin bei der Royal Mail in ein neues Leben ein. Jeden Tag die gleiche Tour abzureißen gibt ihr Sicherheit.
Dass sie die Route nicht jeden Tag komplett schafft, nimmt ihr keiner übel, merkt ja keiner.
Dass sie die Briefe nicht alle austrägt, dafür aber in ihrer kleinen Wohnung hortet, fällt lange nicht auf.
Erst als sie Zeugin eines Motorradunfalls wird, bei der ausgerechnet Carla Bevin, die sich nun Amanda nennt, wieder als Verursacherin entpuppt, gerät ihr sorgfältig organisiertes Leben Stück für Stück aus den Fugen.

Der Wunsch nach Rache fängt an Anne zu beherrschen, und der Wunsch wird immer mächtiger!



K.L. Slater lässt den Leser die Geschichte nicht nur aus einer Perspektive, sondern aus verschiedenen erleben.
In erster Linie treibt die Sichtweise von Anne Clarke die Handlung voran, doch auch Carla, die als Schulpsychologin tätig ist, "darf" ihre Beziehung zu Daniel, der bei ihr in Behandlung gewesen ist erzählen.
Dies geschieht in der ersten von einigen Rückblenden, die zusammen genommen leier ein wenig zäh geraten sind.
Erfreulicherweise baut die Autorin einige geschickt gemachte falsche Fährten ein, jeder der Protagonisten ist im Nachhinein nicht mehr das, für das man ihn hält. Jeder hat ein dunkles Geheimnis, dass sich erst im Laufe des Geschehens erschließt.
Vor allem die stets misstrauische Anna ist ein Buch mit zunächst sieben Siegeln, die nicht schon in den ersten fünf Seiten als strahlende, sondern eher anstrengende Heldin, mit großen psychischen Problemen präsentiert wird.
Das ist mal eine eher ungewöhnliche Herangehensweise.
Und doch bekommt der Leser auf mehr als vierhundertdreißig Seiten Spannung geliefert, bei dem die ein oder andere Ungereimtheit gern zugunsten des flüssigen Lesens zu vergeben ist.

Meiner Meinung nach zwar mit gewissen Längen aber eindeutigem Gänsehautfaktor!

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