Ist man nur frei, wenn man weder Zwänge noch Pflichten verspürt?
Gibt es einem Freiheit, wenn man eine politische Meinung äußert und dabei gehört wird ohne Sanktionen fürchten zu müssen? "Besitzt" man diese Freiheit wirklich?
Wenn dem nicht so ist... wer kann sie einem dann nehmen?

Kann die Freiheit in einem demokratischen Land wie Deutschland genauso flüchtig vergehen wie im kommunistischen Nordkorea?



Hannah Arendt,als deutsche Jüdin Johanna Ahrend in Hannover geboren, von den Nazis ausgebürgert und erst 1951 in den Vereinigten Staaten eingebürgert, verbrachte, verstarb bereits 1975 in New York.
Doch vor kurzer Zeit tauchte dieser - nur 64 Seiten starke - Essay auf und erhielt damit die Chance auf eine deutsche Übersetzung.
Weltweite Bekanntheit erfuhr die Autorin mit ihrem Buch über Adolf Eichmann.
Es wird vermutet, dass Ahrendt bereits 1967 ihre Gedanken zum Thema Freiheit festhielt, doch auch heute noch liest es sich als wäre es erst 2017 geschrieben worden.
Die Autorin verfolgt faszinierend den Gedankengang von der Freiheitsdefinition.
Dabei nimmt sie die Politik stets als Ausgangspunkt..."Freiheit von" ist immer auch das loswerden von Fesseln.
"Freiheit vom Despoten" oder "von der Sklaverei"...
Die Freiheit etwas "zu" bewerkstelligen (Bsp. Freiheit frei zu wählen) wird hier immer positiv beschrieben.
Als Beispiele zeigt Ahrendt sowohl die amerikanische als auch die französische Revolution auf, welche beide mit allerlei blutigen Aspekten aufwartete.
Das ist ist spannend zu lesen, pointiert argumentiert.
Mehrfach wird Kant in einer Weise zitiert, die unmißverständlich ist.

Zeitlos gut, meiner Meinung nach!

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