Wenn Ihnen der Stromverbrauch zu Hause - insbesondere auch im Vergleich zu anderen Haushalten - zu hoch vorkommt, dann können Sie an zwei Stellschrauben drehen: Technische Geräte der neueren Generation verbrauchen viel weniger kostbare Energie, die zweite Stellschraube ist das eigene Nutzerverhalten.
Mit Nachdenken entlasten Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, Sie schonen auch die Umwelt und helfen durch Energiesparen dabei die Umwelt zu erhalten.

Kühlen/Gefrieren und Waschen/Trocknen: Finden Sie die Stromfresser

Einer Statistik des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft zufolge verbrauchten die Haushalte im Jahr 2011
immerhin 16,7 % des Stroms für Kühlen/Gefrieren (also das Frischhalten von Lebensmitteln) und 12,4 % für Waschen/Trocknen. Wenn Sie diese beiden Komfortmerkmale des modernen Lebens betrachten, dann können Sie immerhin beinahe 30 % des Stromverbrauchs beeinflussen.
Die Kühl- und Gefriertechnik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht: Der Verbrauch pro Liter Kühl- und Gefriergut ist erheblich gesunken und wird inzwischen auf jeder Artikelbeschreibung bzw. im Ladengeschäft auch deutlich ausgewiesen.
Betrachten Sie deshalb den Stromverbrauch der bisherigen Geräte und entscheiden sich spätestens beim Neukauf für das Energiesparen: Der Mehrpreis der Geräte der Energieklassen A, A+ oder auch A++ und A+++ lässt sich in vielen Fällen durch den geringeren Stromverbrauch hereinholen.
Den Jahresverbrauch des Gerätes könnten Sie auch durch eine Veränderung der Essgewohnheiten senken: Muss es unbedingt sehr häufig eine Tiefkühlpizza sein, die Sie lange auf Vorrat einlagern und mehrere Gefrierfächer dafür haben? Oder reicht ein kleineres Gefrierfach auch aus? Stellen Sie sich vor dem Neukauf von Geräten diese Frage.

Ähnliches gilt - in leicht abgewandelter Form - auch für technische Geräte für das Waschen und Trocknen. Neben dem Stromverbrauch stellt sich insbesondere die Frage der Benutzungshäufigkeit und Art: Reicht bei nur leicht verschmutzter Wäsche nicht auch die 40 Grad Wäsche statt der 60 Grad Wäsche? Zudem verbrauchen nur halb gefüllte Trommeln unnötige Energie. Insbesondere im Sommer und an schönen Tagen könnten Sie auch die Nutzung von Wäschetrocknern überdenken: Selbst modernere Trockner mit A++ Standard verbrauchen pro Benutzung beinahe 2,00 Kilowattstunden. Der Stromspareffekt lässt sich hier durch technische Geräte mit guter Energieklasse und insbesondere die Reduzierung der Nutzungshäufigkeit erreichen. Sie finden unter www.strom-magazin.de/strom-sparen weitere Tipps zum Thema Strom sparen. Um effektiv Strom zu sparen, gilt es im Haushalt die größtem Stromfresser zu finden und nach Möglichkeit auszutauschen.

Anhand des Verbrauchs der Geräte und des Verbrauchs einer etwaigen Neuanschaffung können Sie einfach die gesparte Strommenge pro Jahr ausrechnen. Wenn Sie dazu noch ein paar Klassiker (wie das Abschalten der Stand-by-Schaltung bei Unterhaltungselektronik und Kaffeevollautomaten) beachten, dann sind Sie einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz gegangen.

Auch bei der Erweiterung Ihrer Entertainment- bzw. der Unterhaltungselektronik könnten Sie aufpassen: Deren Anteil am Stromverbrauch steigt in den letzten Jahren durch den Trend zu großformatigen Bildformaten. Überlegen Sie sich auch, ob beispielsweise das WLAN immer laufen muss oder ob Sie Ihren PC nicht direkt mit der Telefondose verbinden! Energiesparen sollte auch bei modernster Technik nicht Halt machen.

Image: pixabay.com / geralt



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