• Buchtitel: Der Höllenexpress
  • Autor: Christpoh Fowler
  • erschienen: Januar 2015
  • Verlag und Genre: Luzifer Verlag//Horror

Der erste Weltkrieg ist im vollen Gang als vier mysteriöse Passagiere auf ihrer Reise durch Südosteuropa in einem herrlichem altmodischen Dampfzug aufeinandertreffen.
Jeder birgt ein Geheimnis.
Nicolas Castleford ist einer der bedauernswserten Mitreisenden, der auf der Flucht mit seiner Zufallsbekannt- und liebschaft Isabella in Chelmsk aufspringt.
Dazu verhelfen sie dem britischen Pfarrersehepaar Thomas sowie Miranda gerade noch rechtzeitig aufzuspringen.
Nun hat die Bahn Fahrt aufgenommen...die übrigen Passagiere scheinen nicht normal zu sein außerdem scheint es so, als dass der Fahrplan des "Ärzengels" - wie der Zug genant wird - in keinem Verzeichnis steht.
Eine Endstation scheint es nicht zu geben.
Dafür entwickelt die Maschine ein Eigenleben.
Sie werden mit ihren Ängsten oder schlechten Eigenschaften konfrontiert - und drohen zu sterben.


Oder sind sie alle nur die Ausgeburten eines kranken Autorenhirns, der für den Versuch sein Studio zu retten lediglich vier Tage Zeit hat?




Ein Autor mit einem Faible für die teils kuriosen, oftmals aber kultigen Filmen der legendären Londoner Hammer Studios ist besager Christoph Fowler.
Mit buchstäblich jeder Seite gelingt es ihm den Leser immer mehr in seinen Bann zu ziehen.
Dabei unterscheidet er sich sehr wohltuend von den oft platten, bis zum Erbrechen ausgemalten Folterpornos anderer Schriftsteller wie zum Beispiel Laymon, ohne dabei auf die eine oder andere Splatterszene zu verzichten.
Auch läßt er nicht einfach haufenweise Untote durch die Landschaft torkeln.
Sein Stil ist viel subtiler, die Sprache bildreicher ohne allzu platt daherzukommen (wobei dies natürlich auch einfach an der Übersetzung liegen kann).
Die Beschreibungen der Örtlichkeiten sind exakt, punktgenau, detailiert ohne dabei aber durch allzu gewaltige blumige Ausschmückung den Roman künstlich aufzublähen (auch eine Unart vom Kollegen Laymon). Durch die schaurigen Prüfungen, die auf die vier "Auserwählten" warten, schafft es Fowler auch noch den Leser mit einem an sich recht simplen Kniff vor massive moralische Fragen zu stellen.
Wie würde ich reagieren, wenn...
Die Figuren sind durchdacht, der Schreibstil bzw. die Übersetzung gut - der kleine Luzifer Verlag leistete mit diesem Buch wirklich ganze Arbeit.
Dabei bleibt anzumerken, dass die Geschichte an sich von dem Autor Fowler schon vor einigen Jahren geschrieben wurde, bis jetzt aber keine angemessene Übersetzung fand.
Aufmerksamkeit erregte bei mir das schön gestaltete Cover mit der unheilvollen alten Dampflokomotive.




Ordentlicher Horror, gute Spannung, nicht zu viel aber genug Splatter und eine gute Story...was will man mehr?





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4,00 von 5 Punkten, basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.
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