• Buchtitel: Niemand wird dir vergeben
  • Autor: Thomas Seidl
  • erschienen: Februar 2015
  • Verlag und Genre: CreateSpace Independent Publishing Platform//Thriller

James Hardin ist für den Dienst als Großstadtpolizist nicht mehr zu gebrauchen.
Nachdem seine Tochter starb und seine geliebte Frau freiwillig aus dem Leben schied ist nichts mehr so, wie es mal gewesen ist.
Unruhe und Panikattacken bestimmen sein Leben, was dazu führt, dass Hardin in Earst Village, einem winzigen Kaff in Wales zu einem neuen Einsatz kommen soll.
In dem kleinen Ort ist ein Mann mit Gedächtnisverlust aufgetaucht.
Laut Auftrag geht es nur um eine Routineüberprüfung um die Identität des Mannes festzustellen.
Doch in dem Ort ist nichts wie es scheint, die Bewohner schweigen.
Aus dem Opfer? ist nicht viel herauszukriegen.




Und als der erste Tote auftaucht, ist es mit dem "Routineauftrag" gänzlich vorbei!




Gebrochener Held wird an einen vermeintlich leichten Fall gesetzt, der sich mehr und mehr zuspitzt, um dem eh schon gebeutelten auch noch das allerletzte herauszupressen.
Das ist nichts wirklich neues, gab es schon in den verschiedensten Varianten zu lesen, zu sehen, zu hören... Nun also mal wieder in Buchform, im einsamen Wales spielend.
Dabei ist die Beschreibung der Örtlichkeiten noch am allerbesten gelungen.
Mit unheimlich viel Gespür für Atmosphäre beschreibt Autor Seidl die Düsternis des kleinen Ortes, in dem die Zeit einfach stehengeblieben zu sein scheint.
Aber leider, leider kommt die Figurenzeichnung viel zu kurz.
Lieblos, uninteressant, teilweise oberflächlich, viel schlimmer noch für einen Thriller spannungsarm werden die Charaktere abgehandelt.
Das Leid des (Anti)Helden wird zwar immer wieder und wieder durchgekaut, doch nach dem dritten mal langt das dann auch.
Zumal der Satzbau, der Stil an sich eher einem fünft bis sieben Klässler entspricht.
Kurze, magere Sätzchen ohne jeden Pfiff.
Was bei den Beschreibungen des Ortes ganz gut gelingt, schafft der Autor leider für den wichtigen weiteren Aufbau gar nicht mehr.
Dazu werden auch noch ständige Wiederholungen geboten, die das Lesen noch zusätzlich erschweren, bzw. verlangsamen. Neben diesen Schwächen bietet der Autor leider auch noch eine flotte Überdosis Gewalt und Brutalität, die völlig übermotiviert ist.
Es bringt weder die Handlung voran, noch baut es eine besondere Spannung auf, nein, mich schreckte dies eher noch ab. Seltsam ist nebenbei auch noch die Unentschlossenheit des Autoren, wie er mit seinem Helden umzugehen hat.
Die meiste Zeit agiert er eher tölpelhaft, stolpert mehr oder weniger durch weite Teile der Handlung, um dann mit so irren Geistesblitzen aufzuwarten, dass man sich fragt, wie er das wohl hingekriegt haben will.
Ziemlich unglaubhaft...
Die Lösung selbst ist recht weit hergeholt aber immerhin nicht völlig unglaublich.
Das ist zumindest etwas.




Nicht gut!!!





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