• Buchtitel: Einspruch!: Wider die Willkür an deutschen Gerichten. Eine Polemik
  • Autor: Norbert Blüm
  • erschienen: September 2014
  • Verlag und Genre: Westend / Sachbuch

Wenn die Liebe geht aber man einmal verheiratet gewesen ist...trifft man sich vor den Familiengerichten dieser Welt wieder.
Und wenn nach der Liebe - im schlimmsten Fall - der Haß nur noch nachgeblieben ist...dann ist es mit der Wahrheit vor Justitia nicht mehr weit her.
Diese Erkenntnis an sich ist unschön...jedoch nur eine Ausnahme - oder etwa nicht?
Aber nein, es wird nicht nur gelogen, teils dreist, teils geschickt...es wird die Wahrheit systematisch vergewaltigt.
Von hochbezahlten Winkeladvokaten vorgeführt, verdreht oder einfach nur falsch ausgelegt, von Richtern auf einem arrogant hohem Rosse sitzend ist anscheinend Richtung Ehrlichkeit oder Wahrhaftigkeit nicht viel zu erwarten.

Das sind allerdings keine Ausnahmen.


Das sind Regelfälle!!!



"Die Rente ist sicher"...vor beinah dreißig Jahren mal diesen einen Satz nicht nur gesagt, sondern deutschlandweit auch noch plakatiert, ist dies wohl das Nachhaltigste was vom ehemaligen Arbeitsminister Norbert Blüm immer noch am geläufigsten ist.
Er ist über lange Jahre auch das soziale Gewissen der CDU gewesen, als diese noch einen konservativen Flügel hatte und nicht - wie momentan unter "Mutti" - zum reinen Abnickverein reduziert wurde. Mit seinem neuestem Buch nun knöpft er sich einen Teil der Gerichtsbarkeit vor.
Wohlgemerkt nimmt er sich nicht alles vor.
Es geht in erster Linie um das Familienrecht...wobei auch die laschen Strafen wegen Kindesmißbrauchs, dem Wegsperren in Psychatrien im Bayerischen oder...oder...oder...auch die Strafgerichte mal einen kritischen Blick vertragen könnten.
Erfrischend ist, dass der Autor eben kein Jurist ist, sondern über weite Teile seines Buches einfach den gesunden Menschenverstand zu gebrauchen scheint.
So liest sich Buch erstaunlich gut weg, auch wenn es um eine eigentlich dröge Materie geht.
Man merkt das es dem ehemaligen Politiker nicht um die Schönen und Reichen sondern um den kleinen Mann geht.
Das ist schon in seiner aktiven Politikzeit der Fall gewesen.
Die gebrachten Beispiele sind gut erklärt aber - und da beginnt die leise Kritik - gerade die Scheidungsfälle sind nur aus der Sicht der Frauen wiedergegeben.
Gerade bei dieser Problematik denke ich, ist es unabdingbar beide Seiten zu Wort kommen zu lassen. Auch fehlen mir persönlich die Quellenangaben.
Herr Blüm rasselt Fälle herunter, stellt markige Forderungen oder Behauptungen auf ohne diese zu belegen. Das ist vom Stil her doch ein wenig merkwürdig.

Guter Ansatz mit leichten Fehlern!!!





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