Festgeld ist eine Form der kurz- bis mittelfristigen Einlage bei einer Bank. Es gehört neben dem traditionellen Sparbuch und Tagesgeld zu den beliebtesten Anlagen der Deutschen. Hohe Sicherheit, gute Kalkulierbarkeit und die einfache Produktgestaltung werden von vielen Anlegern geschätzt.

Wesentliche Merkmale im Überblick

Kalender mit Uhr und GeldscheineBeim Festgeld wird für die Dauer der Laufzeit ein fester, nicht veränderlicher Zinssatz für das Guthaben vereinbart. Die Zinssätze sind oft laufzeitabhängig, bei längeren Laufzeiten werden meist etwas höhere Guthabenzinsen gezahlt. Es gibt Festgeld bereits ab einer Laufzeit von einem Monat bis zu zehn Jahren.
Die meisten Vereinbarungen bewegen sich aber in einer Bandbreite von zwölf Monaten und fünf Jahren. Während der Festlegungszeit liegt das Geld auf einem besonderen Festgeldkonto, über das normalerweise erst bei Fälligkeit verfügt werden kann. Für den Zahlungsverkehr ist das Festgeldkonto nicht einsetzbar. Bei Fälligkeit wird das Geld einschließlich Guthabenzinsen entweder auf ein Referenzkonto überwiesen oder es findet – bei fehlender Weisung des Sparers – eine automatische Verlängerung zu den dann geltenden Konditionen statt. Für Festgelder gilt der gesetzliche Einlagenschutz der Europäischen Union bis zu einer Höhe von 100.000 Euro. Darüber hinaus bieten einige Banken eine freiwillige Einlagensicherung für höhere Einlagesumme an.

Festgeld-Zinsen im Vergleich

Die Guthabenzinsen orientieren sich am jeweiligen Marktzins für Anlagen mit vergleichbarer Laufzeit. Bei kürzeren Festlegungszeiten hat der EZB-Leitzins Einfluss auf die Zinshöhe, bei längeren Laufzeiten spielen andere Marktfaktoren eine Rolle.
Tendenziell liegen Festgeld-Zinsen höher als Tagesgeld-Zinsen. Damit wird die eingeschränkte Verfügbarkeit im Vergleich zu Tagesgeld abgegolten. Es gibt aber bei beiden Anlageformen eine große Zinsbandbreite, so dass auch Überschneidungen zu finden sind. Die Geschäftspolitik des Anbieters hat ebenfalls Auswirkungen auf die Zinshöhe.
Die besten Festgeld-Angebote am deutschen Markt stammen derzeit von Direktanbietern oder in Deutschland aktiven Auslandsbanken. Sie können oft höhere Guthabenzinsen aufgrund günstigerer Kostenstrukturen oder des höheren Zinsniveaus im Ausland bieten.
Informationen zur Festgeldanlage der Sberbank Direct beispielsweise finden Sie hier.

Wann ist Festgeld sinnvoll?

Festgeldanlagen kommen vor allem bei einem kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont in Betracht. Dabei sollte feststehen, dass das Geld während der Festlegungsdauer effektiv nicht benötigt wird. Existieren daran Zweifel, ist eine kürzere Festzinsvereinbarung oder Tagesgeld besser.
Bei den Zinsen sollte darauf geachtet werden, dass sie mindestens einen Inflationsausgleich bieten. In diesem Jahr wird mit einer Inflationsrate um ein Prozent gerechnet. Statistik: Inflationsrate in Deutschland von November 2013 bis November 2014 (gegenüber Vorjahresmonat) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wegen der Sicherheit sollte man sich auf Banken mit Sitz in der EU konzentrieren.

Image zum Artikel: Simone Voigt(fotolia)



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