Ältere Frau mit PflegerinVor knapp zwanzig Jahren wurde sie in Deutschland eingeführt: die gesetzliche Pflegeversicherung. Diese übernimmt die Kosten für eine im Alter oder aufgrund von Behinderung notwendige Pflege – allerdings nur bis zu einem bestimmten Satz. Darüber hinaus anfallende Kosten müssen regelmäßig privat bestritten werden und können finanzielle Rücklagen schnell aufbrauchen.
Deshalb entscheiden sich immer mehr Menschen für eine private Pflegezusatzversicherung.

Die richtige Vorsorge für das Rentenalters

Bei der Pflege wird nicht nur zwischen drei Stufen nach Schweregrad der Pflegebedürftigkeit unterschieden sondern auch zwischen häuslicher und stationärer Pflege. Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung sind für jede Fallkonstellation Höchstsätze vorgegeben.
Diese liegen bei der stationären Pflege auf der dritten Stufe bei 1.550 Euro monatlich. Bei Härtefällen kann dieser Betrag bis auf 1.918 Euro steigen.
Die tatsächlichen Kosten für eine solche Pflege liegen allerdings oftmals bei 3.500 Euro pro Monat und mehr. Hierdurch entstehen Finanzierungslücken, die auch ein großzügiges finanzielles Polster für das Alter schnell zusammenschmelzen lassen können.
Insofern ergibt eine private Form der Vorsorge für den Fall der Pflegebedürftigkeit durchaus Sinn. Im Rahmen einer Finanzberatung sollte daher geklärt werden, welche Form der Pflegezusatzversicherung am sinnvollsten ist. Finanz- und Vorsorgeberater, wie etwa Swiss Life Select Deutschland, können Ihnen hierbei weiter helfen.

Die unterschiedlichen Versicherungsarten

Banner 250x250Grundsätzlich gibt es zwei Arten der reinen Pflegezusatzversicherung. Dies sind die Pflegekostenversicherung sowie die Pflegetagegeldversicherung. Bei der Pflegekostenversicherung richtet sich der Anspruch gegenüber der Pflegeversicherung nach den tatsächlichen Kosten, die im Rahmen der Pflege entstehen.
Der Anteil, der nicht durch die gesetzliche Pflegeversicherung abgedeckt ist, wird dann vollständig oder anteilig durch die Pflegekostenversicherung beglichen. Im Gegensatz dazu wird von der Pflegetagegeldversicherung ein fester Satz pro Tag ausgezahlt, unabhängig von den tatsächlich anfallenden Kosten. Diese Variante ist relativ risikoreich, da spätere Kostensteigerungen schnell zu finanziellen Problemen führen können.

Wenig lukrativ: Pflegerentenversicherungen

Die dritte Variante der Pflegezusatzversicherung ist die Pflegerentenversicherung. Diese kombiniert die Pflegezusatzversicherung mit einer privaten Rentenversicherung sowie einer Risikolebensversicherung.
Entsprechend gelangt die Versicherung nicht nur im Pflegefall zur Auszahlung sondern auch im Todesfall sowie in Form von Rentenzahlungen ab dem Erreichen eines bestimmten Alters. Allerdings ist die Risikoabsicherung ähnlich wie bei der Pflegetagegeldversicherung auf einen bestimmten Betrag beschränkt und der Sparanteil für die Altersrente meist kaum rentabel.
Besser ist es daher, das Risiko über eine Pflegekostenversicherung abzudecken und die übrigen finanziellen Mittel selber anzulegen.

Alexander Raths - Fotolia ( Rechte am Bild )



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