• An einam Tag im Winter
  • geschrieben von Judith Lennox
  • Auflage 4 November 2012
  • Roman erschienen im Pendo Verlag

Ellen Kingsley, studierte Biochemikerin, erhält eine tolle Arbeit bei dem angesehenen Dr. Pharoah, der von seinen Mitarbeitern vor allem eines verlangt: Loyalität.
Als Ellen die Leiche eines Kollegen findet und bei der Polizei angibt, dass Dr. Pharoah sich kurz zuvor noch mit diesem stritt, erhält sie postwendend die Kündigung.
Daraufhin bricht für sie eine Welt zusammen, werden neue Jobs ihr doch auch nicht hinterher geworfen.
Inwieweit der Herr Doktor allerdings noch eine Rolle in ihrem weiteren Leben spielt, kann sie jedoch noch nicht absehen...

Judith Lennox hat ihren umfassenden Roman in den fünfziger Jahren in Großbritannien angelegt, eine Zeit in der die Frauen es einiges schwerer hatten als heutzutage und in der die Folgen des Krieges immer noch gegenwärtig sind.
560 Seiten hat sie so zusammengeschrieben, ohne allerdings in ein "klassisches" Metier tiefer zu fassen zu bekommen.
Es handelt sich bei dem vorliegenden Buch weder um ein Drama, noch um einen Krimi oder etwas lustiges.
Die Geschichte tröpfelt so vor sich hin, ohne eine Richtung einzuschlagen.
Doch trotz dieser Unentschlossenheit entfaltet die Autorin ein ganz eigenes Tempo, eine ganz eigene Spannung.
Die Schilderungen der schottischen/englischen Natur, der Menschen dort, die von Natur aus mißtrauisch gegen alles Fremde sind, verstehen es den Leser in seinen Bann zu ziehen. Und obwohl man bestimmt einiges straffen könnte, möchte man doch auf jeder Seite wissen, wie es denn nun weitergeht.
So ist es verständlich, dass das Buch seit einigen Wochen einen der vorderen Plätzen auf den Bestsellerlisten einnimmt.

Meiner Meinung nach ist "An einem Tag im Winter" etwas lesenswert anderes.

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