• Noah
  • geschrieben von Sebastian Fitzek
  • Dezember 2013
  • Thriller erschienen im Bastei Lübbe Verlag

Es hat schon zehntausende Opfer gegeben, doch niemand fand bisher den Zusammenhang...
Nun gibt es Noah, der gar nicht weiß wie er wirklich heißt oder woher seine Schussverletzung kommt. Noah nennen ihn die Penner und Obdachlose mit denen er in Berlin umherzieht aufgrund einer Tätowierung. Denn er weiß gar nichts über sich, weder wo er herkommt, noch wie sein korrekter Name ist.
Das einzige, dessen er sicher ist, dass er in der Lage ist die Menschheit vor ihrer Vernichtung zu bewahren.
Doch bis die Zusammenhänge klar werden, durchlebt Noah die Hölle auf Erden...

Zu allererst fällt bei diesem neuen Fitzek auf, dass die Geschichte nicht nur auf Deutschland beschränkt bleibt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die ganze Welt in Teilen als Schauplatz dient.
Doch neben der Internationalität ist das Thema Überbevölkerung, dass im weiteren Verlauf immer wichtiger wird (ohne allzu viel verraten zu wollen)ein sehr komplexes das sich der Autor hier aussuchte um einen Krimi darüber zu schreiben.
Neben dem Thema, welches allein schon über fünfhundert Seiten füllen könnte, schiebt Fitzek verschiedene Perspektivwechsel an.
So erleben wir nicht nur den "Helden" Noah, sondern den folgenden Killer, eine Journalistin oder/und Oscar, der Noahs Freund auf der Platte ist.
In diese Wechsel musste ich mich erst einmal hineinlesen, sind sie doch am Anfang recht verwirrend. Doch nachdem klar ist, wer zu wem gehört steigert sich die Spannungskurve stets und ständig.
Der Stil ist wie immer sehr direkt aber mit einer sehr treffenden Wortwahl, die wenig Spielraum übrig lässt und den Lesefluss zu keinem Zeitpunkt trübt.
Wenn man meckern möchte, kann man einwerfen, dass die vielen technischen Beschreibungen (für mich als Volllaien jedenfalls)sehr ausführlich geraten sind (Satelitentelefone die viele Meter unter der Erde immer noch funktionieren lassen zumindest die Augenbrauen heben).
Doch dafür ist es ein Buch, das unterhalten will und das tut es auf jeden Fall.

Meiner Meinung nach ist "Noah" ein sehr gut gelungener Thriller mit allenfalls marginalen Fehlerchen

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