• Der Nachtwandler
  • von Sebastian Fitzek
  • März 2013
  • Horrorthriller erschienen bei Knaur TB

Leon Nader ging davon aus, dass er geheilt ist. Seine schlafwandlerischen Nachtwanderungen und gewaltvollen Auswüchse wurden in der Psychatrie kuriert.
Davon ging er aus, jahrelang.
Doch als Leons Frau Natalie ohne eine Spur verschwindet, wird schnell klar, dass er sich irrte...schrecklich irrte...oder nicht?

Sebastian Fitzek entwickelt sich so nach und nach zum Vielschreiber, wobei man mitunter den Eindruck gewinnen könnte, dass sein Verlag ihm Druck macht.
Da scheint eine Quantität vor Qualität zu gehen.
Den Umschlagstext empfand ich sehr gelungen, spannendes Thema mit einer ganzen Menge Potenzial. Jedoch lief bei der Ausführung anscheinend nicht alles glatt.
Es gibt kaum nachvollziehbare Personen in dieser Geschichte; der (Anti)Held scheint (selten) wach zu sein, zu halluzinieren oder zu schlafen ohne das klar erkennbar ist, welcher Zustand nun aktuell ist. Auch daraus könnte man eine spannende Geschichte mit bestimmt zahlreichen Wendungen einbauen doch das geschieht leider gar nicht.
Ich empfand es sehr wenig ansprechend oder nachvollziehbar.
Eine gute handvoll "Wendungen" prügelt der Autor auch hier hinein, doch die sind meines Erachtens so krude und an den Haaren herbeigezogen, dass man zwischendurch nur kopfschüttelnd weiterliest.
Das könnte man wohlmeinend auch als ideenreich verkaufen, wenn es nur nicht so beliebig, wie hingerotzt wirken würde.
Als Gipfel oder auch Todesstoß kann man dann meiner Meinung nach das Ende titulieren, dass selbst den letzten Rest an Glaubwürdigkeit opfert.

Der Nachtwandler: Meiner Meinung nach zu sehr an den Haaren herbeigezogen!!!



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