• Schandweib
  • geschrieben von Claudia Weiss
  • August 2011
  • historischer Roman erschienen im Verlag Hoffmann und Campe

Anfang des achtzehnten Jahrhunderts in Hamburg.
Auf dem Schweinemarkt wird eine weibliche Leiche gefunden...ohne Kopf.
Sehr schnell verdächtigt die abergläubische Bevölkerung Ilsabe Bunk. Eine merkwürdige Frau, die Männerkleidung trägt. Eine Hexe, da sind sich alle sicher.
Doch auch sie bekommt einen Verteidiger für das Gericht. Dies ist mit Hinrich Wrangel ein sehr junger Advokat, der mit dem plötzlichen Geständnis der Angeklagten auch komplett überfordert.
So kommt der Pflichtverteidger einer gefährlichen Intrige auf die Spur.
Einer Intrige die Hamburg erschüttern würde...

Hier gibt es einmal den Debütroman der promovierten Historikerin Claudia Weiss.
Bei buchstäblich jeder einzelnen Seite meint man mitten in einer stinkenden, schmutzverseuchten Großstadt vor über dreihundert Jahren zu sein.
Figuren und Örtlichkeiten sind perfekt, beinah detailverliebt beschrieben.
Angeblich handelt es sich bei diesem Fall um eine wahre Begebenheit. Ob dies nun tatsächlich so ist oder ob es sich um eine Werbeidee handelt ist eigentlich auch egal.
Was zählt ist, dass es sich um ein gutes Buch handelt, bei dem das größte Manko ist, dass durch die Genauigkeit und Exaktheit der Lesefluß immer wieder fast zum erliegen kommt.
Da fragt man sich zwischendurch wirklich ob fünfhundertzehn Seiten wirklich sein mußten...in diesem Fall wäre hier und da weniger mehr gewesen.
Zumal die Autorin leider auch noch wenig Humor in den Text einbaute.
Doch das ist auch - wie schon gesagt - der größte (und einzige) Grund zu meckern.

FAZIT: packende Entführung in die Vergangenheit!!!!
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