• Alles muss versteckt sein
  • von Wiebke Lorenz
  • September 2012
  • Thriller erschienen im Verlag Karl Blessing Verlag

  Abgeschlachtet...regelrecht filetiert wurde Maries Freund. Sie selber muss es gewesen sein, ist sie doch neben ihm aufgewacht, das bluttriefende Messer in der Hand.
Immer, immer hatte sie versucht ihre abscheulichen Gedanken, den Horror in ihrem Kopf im Zaum zu halten, von dem sie immer überzeugt war, dass er sie irgendwann verrückt machen würde.
Nach dem Prozess erwartet Marie der Vollzug in einer Klinik für Geistesgestörte.
Dort versucht sie dem grausamen Verbrechen doch noch im Nachhinein auf die Spur zu kommen...

Gekauft hatte ich das Buch - zugegebener Maßen - weil mich das Cover angesprochen hatte.
Das Bild der blutigen Hände in Verbindung mit dem barocken Kleid, fand ich mal ziemlich originell.
Die Handlung selbst ist ja in vier, fünf Sätzen erzählt.
Der Spannungsboden wird stringent aufgebaut, bleibt auf einem ziemlich hohen Niveau um dann mit einem echten Wow-Effekt beendet zu werden.
Das Ende an sich ist natürlich nicht sehr wahrscheinlich, jedoch durchaus im Bereich des Möglichen.
Die einzelnen Personen hat die Autorin sehr schön, fast liebevoll gezeichnet.
Gerade wenn die abgrundtief bösartigen Gedanken der Heldin durch den Kopf wirbeln, kann man es wirklich mit der Angst bekommen, so realistisch sind die Zeilen geworden.
Man bekommt richtig Mitleid mit der Heldin, bzw mit Personen die sich Tag für Tag mit fremden Stimmen in ihrem Kopf auseinandersetzen müssen.
So empfand ich die Thematisierung solcher Probleme als wirklich mal was Neues.

FAZIT: mal ein nicht so alltägliches Thema!!!Lesenswert!!!
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