• Haus der bösen Lust
  • von Edward Lee
  • Juni 2012
  • Horror erschienen im Festa Verlag

 

Justin Collier betritt ein altes, abseits gelegenes, etwas unheimliches Hotel um sofort zu bemerken, wie außerordentlich geil er ist. An nichts anderes mehr außer an Sex kann er denken.
Doch ehe er sich versieht, hallt das Kichern längst verstorbener Mädchen durch die langen, dunklen Gänge des Hauses. Als die Nacht heranbricht, wird Justin Collier mehr Sex abkriegen, als ihm lieb ist...

So weit, wenn auch etwas abgewandelt ist der Werbetext zu lesen, dazu kommt eine explizite Warnung des Verlages, dass der Autor berüchtigt sei für seine "überzogenen Darstellungen" von sexueller Gewalt, dass er zu den Meistern des extrem Horrors" - was immer das heißen mag - gehört...
Klang alles ganz gut, also musst ich das Buch kaufen und lesen.
Doch was für eine Enttäuschung.
Die Hotelgästeschar ist unglaubwürdig zusammengewürfelt und mehr oder weniger dauergeil.
In unzähligen Rückblenden wird von den perversen, dauergeilen Sklavenaufsehern berichtet, die unter den Sklaven innerhalb des Hotels gräulich wüteten.
Das liest sich auf den ersten fünfundsiebzig bis hundert Seiten halbwegs spannend, ermüdet dann aber auch umso mehr, da nichts wirklich neues mehr  zustande kommt.
Das Grauen wird immer wieder betont was es auch nicht besser oder grauenvoller macht.
Dazu kommen endlose Seiten in denen der Autor sein umfangreiches Wissen über das Bierbrauen zum besten gibt, da der "Held" eigentlich im Lande unterwegs ist, um das ulitmative Gerstengetränk zu suchen.
Genau, doof nur wenn man dann in so einer Horropension absteigt, wie in dieser!
Der Schreibstil ist ziemlich fluffig und wenn es dann zur Sache geht, spart der Autor auch nicht an Details, doch vierhundert Seiten sind einfach viel zu viel.

FAZIT: langweiliger möchte-gern Reißer!!!!

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