• Nichts bleibt je vergessen
  • Claudia Vilshöfer
  • Februar 2012
  • Psychothriller erschienen im Verlag Diana
Viele Vorstellung hatte sich Sarah von ihren Flitterwochen gemacht...jetzt sitzt sie irgendwo im nirgendwo in der italienischen Pampa, ohne einen Tropfen Benzin, bei glühender Hitze. Mark, ihr frisch Angetrauter, macht sich auf die Suche nach einer Tankstelle.
Doch er verschwindet spurlos.
Verzweifelt macht Sarah sich auf die Suche nach ihm, muss aber feststellen, dass Mark das gemeinsame Konto schon vorher leergeräumt hat. So sieht alles nach einer geplanten Flucht aus, so wie die Polizei auch versucht es ihr einzureden.
Doch Sarah entdeckt erste Ungereimtheiten, glaubt ihren Liebsten zu kennen und stößt auf ein großes Verbrechen, dass sie selber beinah Kopf und Kragen kostet...

So entspinnt sich ein Krimi, der zunächst richtig Laune macht.
Erst beginnt die Autorin mit dem rätselhaften Verschwinden des Bräutigams, läßt die Geschichte Seite um Seite vor sich hin plätschern, wobei die Spannung immer latent aufgehalten wird, um dann plötzlich angezogen zu werden.
So gibt es für den Leser nebenbei noch die zweite Zeitebene der Jugend des Verschwundenen, in der sich das ein oder andere düstere Geheimnis verbirgt. Das ist zwar nicht die Neuerfindung des Rades, liest sich aber ganz gut weg, da die Protagonisten an gut gezeichnet und halbwegs glaubhaft wirken. Der Stil ist relativ schlicht gehalten, ohne große Herausforderungen, dafür aber mit vielen, vielen Klischees.
Während die Figuren ja auch gelungen sind, bemüht die Autorin leider den Kommissar Zufall ein wenig zu oft, mit einer ganzen Reihe von Zufälligkeiten wirft sie leider im letzten Drittel so gut wie alles um, was sie vorher mühselig aufbaute.
Das Ende ist so daneben, dass ich es doppelt lesen musste, da ich mit so plumpen Lösungsversuchen nicht gerechnet hatte.

FAZIT: famoser Start, ganz schwaches Ende...

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