• Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers
  • geschrieben von Philipp Möller
  • Oktober 2012
  • Sachbuch/Satire erschienen im Verlag Bastei Lübbe

  Als Philipp Möller die Chance bekommt, als Aushilfsarbeit anzunehmen, ist er sofort Feuer und Flamme.
"Leichter Job, schnell verdientes Geld", denkt er,"außerdem reichlich Urlaub!"
Doch dann taucht er in Berlin ein in das veraltete, verkrustete Bildungssystem ides "vermeintlich reichen Deutschland"...erlebt am eigenen Leibe, was es heißt gegen bildungsunwillige Blagen, deren alles verzeihende Eltern anzukämpfen.
Oder gegen osteuropäische Sippen, in denen die meisten zwar der deutschen Sprache nicht mächtig sind, aber jeder ganz genau seine Rechte kennt!
So ergibt sein Buch ein Kaleidoskop ebenso witziger, wie berührender Kurzgeschichten, dass einem zum Teil das Lachen im Halse stecken bleibt.
Natürlich wird dabei das ein oder andere Klischee bedient, doch so völlig aus der Luft gegriffen erscheint es nicht.
Der Autor ist ein Lehrer- Quereinsteiger, der nicht mit dem jahrelangen Studieren und Lernen eines Lehrers mithalten kann, von da her sind die Tipps, die er den Berliner Bildungsexperten mitgibt ziemlich in die Tonne zu treten.
Doch die Grundessenz, so scheinbar lustig sie auch zu lesen sind, bleibt bestehen, auch wenn er sich damit wohl erstmal über seinen nicht verlängerten Vertrag, der ihm gutes Geld sowohl dreizehn Wochen Urlaub zusicherte versuchte wegzutrösten.
Es gibt halt einfach riesige Probleme, dumme - Pardon - bildungsferne Menschen, die der Muttersprache nicht wirklich mächtig sind mit hiesigen in eine Klasse zu stecken, wenn die Berliner Eltern womöglich auch schon so mit ihren Kindern überfordert sind...

FAZIT:gut zu lesen, doch mit sehr ernstem Hintergrund!!!        

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