• Folter: Die Alltäglichkeit des Unfassbaren
  • geschrieben von Manfred Nowak
  • März 2012
  • Sachbuch erschienen im Verlag Kremayr & Scheriau

Professor Nowak beschreibt in seinem Buch sehr einringlich, was es heißt in einem Land inhaftiert zu sein, dass nicht so nobel zu seinen Häftlingen ist wie zum Beispiel die BRD. Egal an welche Tür an vielen Punkten der Welt man klopft, die Haftbedigungen in den einzelnen Ländern lassen vielen Menschen die Nackenhaare senkrecht stehen. Dabei muss man nicht nur Richtung China, Nigerioa oder Äquatorial Neuguinea sehen, nein, Folter findet man zum Teil bereits in der Türkei oder den ehemaligen Staaten Yugoslawiens an der Tagesordnung.
Dabei ist Folter nicht ein Phänomen der armen Staaten irgendwo im Nirgendwo, sondern sie findet fast überall in unserer Nähe statt.
Das beschreibt der Autor recht sachlich, ohne sehr polemisch zu werden. So kommen in seinem Buch Opfer zu Wort, die Dinge erlebten, die man sich als Mitteleuropäer gar nicht vorstellen kann und mag.
So bietet dieses Buch sehr viel Gesprächsmaterial, dass das Für und Wider der härteren Gangart gern aufgreift, doch den normalen Europäer läßt dieses Werk nur sprachlos zuück. Es liest sich stiltechnisch sehr gut, da es schnörkelos sein Thema beschreibt, ohne irgendwas zu beschönigen.

FAZIT: ERSCHÜTTERND - lesenswert!!!
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