• Liebesgrüße aus Athen
  • Robert Markham
  • 2.Auflage 1978
  • Thriller erschienen im Scherz Verlag

M der legendäre Vorgesetzte von James Bond 007 wurde entführt, das ihn betreuende Butlerehepaar eiskalt hin-gerichtet.
Bond, der seinen seit Wochen kranken Chef, besuchen wollte, entkommt nur knapp den Häschern. Eine kleine Spur führ nach Athen.
007 fackelt nicht lange um seinen Chef zu retten.
Mit Hilfe der schönen Ariadne kommt er einem Komplott auf die Spur, dass sowohl einen ehemaligen Nazi und einen rotchinsischen Oberst entlarvt.
Die beiden haben einen perfiden Plan ausgeheckt, um die politische Lage des südöstlichen Miteelmeers empfindlich zustören.
Davon wären sowohl die Interessen der Sowjetunion als auch Englands und der Nato empfindlich getroffen. So bleibt James Bond 007 einmal mehr nur wenig Zeit um seinem Vaterland einen unschätzbaren Dienst zu erweisen und nebenbei seinen alten Mentor und Vaterersatz "M" zu retten.
Dafür ist er natürlich bereit auch schlimmste Folter über sich ergehen zu lassen...

Sir Kingsley Amis ist der erste Autor gewesen, der nach dem Erfinder der Figur James Bond das Vergnügen hatte im Stil seines Vorgängers ein neues Abenteuer zu ersinnen.
Dafür legte er sich 1968 - vier Jahre nach dem Tod Flemings - das Pseudonym Markham zu, spuckte in die Hände und entwarf eine Schlacht, die es in sich hatte und sich absolut mit den Thrillern seines Vorgängers messen konnte. Als Örtlichkeit beschrieb er wunderbar die griechische Metropole Athen, bei der natürlich die Akropolis nicht fehlte. Doch auch Action in den Weiten des Ionischen Meeres, auf einem Segelboot etc fehlt nicht.
Das das Werk mehr als fünfundvierzig Jahre alt ist, kann man natürlich nicht verhehlen, trotzdem ist es sehr spannend und flüssig geschrieben.
Einer der Helfer Bonds hat im Krieg seine Familie durch die Nazis verloren, so dass auch dieser eine ganz besondere Motivation besitzt um den Attentäter namens "von Richter" zur Strecke zu bringen.
Jener "von Richter" wurde dem deutschen Publikum als Holländer verkauft, wobei dies wohl eher der Zensur zu-zusprechen ist, da dies im Original ein deutscher Verbrecher gewesen ist.
Wie auch immer - auch nach so langer Zeit, ist die Action knackig, die Frauen wunderschön, James Bond wird ge-fangengenommen, nach Strich und Faden gefoltert, kann aus einer sehr unangenehmen Situation dennoch entkommen - übrigens ohne Trickwaffe - und den Spieß gegen die Geiselnehmer einfach umdrehen!
Der Titel spielt natürlich auf den Erfolgsfilm "Liebesgrüße aus Moskau" ab, dessen Roman bereits von John F. Kennedy als einer der seiner Lieblingsromane bezeichnet wurde, doch das ist wohl nur billiges Marketing seiner Zeit gewesen.
Markhams Thriller hat dies gar nicht möglich, wurde seinerzeit auch mit dem Namen "James Bond auf der griechischen Spur" vermarktet.
Anekdote am Rande ist natürlich der damalige  Einband, der mit den durchaus üppigen Brüsten mich als elf - zwölfjährigen schon anregte, "sowas" gab es zuvor und danach bei keinem der James Bond Thriller mehr.

FAZIT: absolut packend - trotz des Alters!!!

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