• Das Alphabethaus
  • Jussi Adler-Olson
  • Januar 2012 in Deutschland (Original 1997)
  • Thriller erschienen im Deutschen Taschenbuch Verlag

 

 

Bryan Young und James Teadale - zwei junge, befreundete britische Bomberpiloten - werden während des zweiten Weltkrieges über Deutschland abgeschossen und verwundet. Unter großen Anstrengungen flüchten sie in einen Lazarettzug, töten zwei Insassen, nehmen deren Identität an, ohne allerdings deutsch zu sprechen.
Erst nach einer Weile finden sie heraus, dass sie sich in einem Zug voller geistesgestörter SS und anderen Offizieren befinden.
Die Zugfahrt endet im Alphabethaus, einer Irrenanstalt inklusive Elektroschocks sowie Medikamentenmißbrauch an den Patienten nahe Freiburg.
In den Monaten zuvor spielen sie einfach psychisch kranke Insassen, lassen allerhand Grausamkeiten geduldig über sich ergehen, finden sogar heraus, dass es ein Quartett Deserteure gibt, die sich unter die Krankheiten mischten um türmen zu können.
Während der Schwerverletzte Bryan gegen Kriegsende flüchten kann, bleibt James zurück.
Erst dreißig Jahre später kehrt Bryan nach Deutschland zurück um nachzuforschen, was es seinerzeit mit dem obskuren Heim und deren bizarren Ritualen auf sich hatte.
Dabei trifft er auf sehr gefährliche alte Bekannte...


Hui, was für ein derber Schwachsinn:
Die Piloten schaffen es selbst unter starken Schmerzen oder Medikamenten sich nicht zu verplappern! Tätowierungen werden via Fingernageldreck(genau!) einfach nachgepinselt!
Bluttransfusionen - selbst mit falscher Blutgruppe? - kein Problem - wird überlebt!
Als weiter Knaller kann man die richtigen Namen der Bösen bezeichnen, da beide Briten ihnen auch noch unabhängig voneinander Spitznamen geben; sich die Finsterlinge untereinander auch noch mit Spitznamen anreden und - nach dem Krieg - mit ganz neuen Namen wieder auftauchen!!!
Ich glaube ich habe noch nie ein solches Sammelsurium gesehen, die allesamt eigentlich nur dazu dienen den Leser zu verwirren, völlig überflüssig!
Und das sind nicht mal alle Höhepunkte aus Absurdistan.
Die Auflösung zieht einem glatt die Puschen von den Füssen und die Fußnägel rollen sich auf. Verraten werde ich sie natürlich nicht. Das ist so schlecht, dass man fast schon wieder schmunzeln kann, wenn man sich nicht über die verbratene Lebenszeit, die man diesem Machwerk geopfert hat hinterherweinen müsste. Die Figurenzeichnung ist typischerweise absolut schwarz-weiß, wobei die Ressentiments gegenüber den Deutschen ordenlich geschürt werden.
Es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen und wenn, wird er sofort mit der nächsten "Wendung" wieder umgefegt.
Der Stil ist hanebüchen, die Wortwahl total hölzern.
Ich denke der Verlag wollte mit diesem Erstlingswerk des sehr erfolgreichen Autoren (es wurde 1997 geschrieben)  noch mal einen schönen €uro abgreifen, was höchstwahrscheinlich auch gut gelungen ist. Kann man dem Verlag eigentlich nur gönnen, dass es zum Bumerang wird, so dass man in Zukunft zwei mal überlegt ob man sowas unterstützen möchte?!

FAZIT: ganz, ganz schlechter Schund!!!

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