• Die Olchis. Wenn der Babysitter kommt
  • von Erhard Dietl
  • 2. Auflage von 2005
  • Kinderbuch erschienen im Oetinger Verlag

Mam, Papa, Omi und Opi Olchi müssen in die Stadt um an einer Bürgerbesprechung teilzunehmen. Die Mülldeponie soll nämlich tatsächlich dicht gemacht werden!
Da gilt es gegen vorzugehen.
Doch die Kinder stören dabei nur.
Deswegen hat Mutter Olchi vorgesorgt und einen externen Babysitter von einer Vermittlung bestellt.
So erscheint noch am selben Abend Frau Pfifferling, blond gelockt und hochmotiviert!
Doch kaum sind die Eltern aus dem Haus, zeigt sie ihr wahres Gesicht...und bei ihr herrschen in Punkto Ordnung und Sauberkeit wirklich ganz andere Maßstäbe...

Den Olchis mit gesunder Gemüsesuppe zu kommen ist schon an sich eine Frechheit!
Aber aufräumen, baden etc setzt dem ganzen die Krone auf.
Sehr liebenswert und witzig verdreht Autor Dietl die Normen, die den Kindern quasi mit der Muttermilch - in normalen Familien wenigstens - mitgegeben werden.
Dabei ist es nur selbstverständlich, dass das Olchi Baby bunte pusteln bekommt, wenn Frau Pfifferling es mit Seifenwasser wäscht.
Die Müllfressende, gern stinkende, vor sich hinfluchende (aber liebenswerte) Sippe widerspricht so ziemlich jedem Kinderbuch, dass in der Regel dem eigenen Nachwuchs zugemutet wird.
Wahrscheinlich resultiert genau daraus der Erfolg.
Die Kinder stehen einfach auf die ungezogenen Wesen, die auch noch sehr liebevoll illustriert sind (davon abgesehen besitzen sie ja auch noch einen Drachen zur Fortbewegung!)
Dabei machen die Geschichten auch den Großen Spaß zu lesen.
Angenehmer Nebeneffekt sind die spontanen Gespräche, die übers "Anderssein" oder Sauberkeit einfach in Gang kommen.
So gibt es denn auch noch einen durchaus pädagogischen Nutzen, wobei den lieben Kleinen natürlich die Sorge vor einem Babysitter genommenr werden muss.

FAZIT: absolute KAUFEMPFEHLUNG!!!
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