• Eine Woche voller Samstage
  • von Paul Maar
  • Original 1973 mittlerweile 27.Auflage
  • Kinderbuch erschienen im Oetinger Verlag

Herr Taschenbier hat vor vielen Dingen Angst und nur sehr wenig Freunde. Vor allem fürchtet er Menschen die Befehle geben, immer nur herumkommandieren oder schimpfen.
Da fällt eines schönen Tages das Sams bei ihm ein.
Das Sams ist ein rothaariges, zwergenartiges Wesen mit Schweinenase, das vor nichts aber auch gar nichts Respekt hat.
Es beschließt bei Herrn Taschenbier zu zu bleiben und dessen Leben ordentlich auf den Kopf zu stellen. Das ist dem am Anfang furchtbar peinlich.
Doch nach und nach freunden die beiden sich an und das Sams zeigt ihm, dass man auch mit gelegentlicher Frech-heit nicht weniger gemocht wird!

Obwohl es schon beinah vierzig Jahre auf dem Buchrücken hat, ist dem Autor hier ein echter Klassiker gelungen, der auch in der x-ten Wiederauflage einfach lesenswert ist.
Geplant für Fünfjährige sprüht es vor so viel Kreativität, Witz, Esprit und Charme, dass man auch als Erwachsener einfach entspannt genießen kann.
Das rüsselnasige, schmerbäuchige Sams ist dabei so anarchisch-nett gelungen, dass man es einfach nur gernhaben muss.
Lustig und spannend ist es allemal, wenn man Zeuge wird, wie der nette Herr Taschenbier ohne Ecken und Kanten, der sich alles gefallen läßt zu einem "normalen" Mann wird, der sich nicht alles gefallen läßt.
Außerdem ist es mittlerweile bei Amazon für wirklich wenig Geld zu haben.
Neben dem guten Buch gibt es mittlerweile ja auch eine tolle Verfilmung mit Ulrich Noethen in der Hauptrolle aus dem Jahr 2001, die die Geschichte etwas moderner aber sehr respektvoll wiedergibt.
Nur die Hörbuchausgabe ist ziemlich mau ausgefallen, da die Stimme des Lesers (auch Noethen) als Kinderstimmer verstellt einfach zu albern ist.

Fazit: als Buch und Film ein Spaß für Junge und Junggebliebene!!!

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