• Wir Babyboomer:Wir waren immer zu viele
  • von Martin Rupps
  • März 2009
  • satirisches Sachbuch erschienen im Herder Verlag

Es gab nie wieder einen Jahrgang mit so vielen Kindern in Deutschland wie 1964. Die Pille war noch nicht erfunden, das Wirtschafts-wunder ließ es den Deutschen besser und besser ergehen!
Auch ohne ausreichend Betreuungsmöglichkeiten, größtenteils mit nur einem Geldverdiener begab man sich in das Abenteuer "Kind" in mehrfacher Ausfertigung.
Doch zu so vielen zu sein, bedeutete auch, mit bis zu vierzig Kindern in einer Klasse zu sein ohne irre zu werden. Jetzt im fortgeschrittenen Alter von 46 (+) sind sie die ersten, die bis siebenundsechzig schuften müssen, da ihre bloße Zahl die Rentenkassen sprengen würden.
Daran sind sie aus einem guten Grund auch selbst schuld, da sich viel zu viele von ihnen der Fortpflanzung widersetzten.

So wird der Bogen gespannt, der über eine Kindheit in der man noch hordenweise, lauthals tobend durch die Strassen rannte, ohne Gefahr zu laufen von senilen Nachbarn verklagt zu werden bis hin zu den Problemen, die die Allgemeinheit peut a peut bekommt, da der Generationenvertrag nicht mehr greift.
Das liest sich sehr amüsant und kurzweilig.
Auch wenn ich selber der "Generation Golf" angehöre (übrigens auch sehr zu empfehlen) musste ich über die Be-schreibungen der siebziger Jahre teilweise sehr schmunzeln.
Schade ist nur, dass es nicht ein paar Bilder gibt; die hätten dem Buch noch die Krone aufgesetzt.

FAZIT: pfiffige Erinnerungsbewältigung!!!
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