• Die Arena
  • von Stephen King
  • 2009
  • Horror-Thriller im Heyne Verlag erschienen

Es geschieht ganz plötzlich, von jetzt auf gleich wird Chester`s Mill, eine amerikanische Kleinstadt unweit von Castle Rock durch eine gigantische Kuppel einfach von der Außenwelt abgeschnitten.
Der gesamte Ort gerät zum Katastrophengebiet, da selbst Marschschflugkörper die unheimliche Sperre nicht durchschlagen kann, die bei Berührung Herzschrittmacher oder I-Phones einfach zum explodieren bringt. Mit jedem Tag, mit dem die Lebensmittel abnehmen, ein unfähiger Aushilfspolizeichef mit den immer weniger werdenden Polizisten für Recht und Gesetz sorgen soll und ein skrupelloser Stadtverordneter versucht noch Profit aus dem Ganzen zu schlagen, zerbricht die Zivilisation etwas mehr.
Die abnehmende Schar der Einwohner kämpft für sich allein, angeführt vom desillusionierten ehemaligen Soldaten Dale Barbara um einen menschenwürdigen Untergang...

Geschlagene 1280 Seiten ist dieses Mammutwerk vom Meister des Horrors geworden.
Doch im Gegensatz zu vielen seiner sonstigen Epen, geht es diesmal weniger um das Überleben der Menschheit, als vielmehr um das Zusammenleben der sogenannten Zivilisation im Zeichen einer eigentlich unvorstellbaren Gefahr.
Wie reagieren Menschen, egal ob Würdenträger oder "Otto Normal" wenn die Resourcen sichtbar weniger und jeder sich nur noch selbst der Nächste ist?
Hierbei gibt King nicht weniger als zwanzig verschiedenen Charakteren teils ausschweifend Platz ihre Sicht der Katastrophe zu beschreiben.
Das ist mitunter ziemlich verwirrend zu lesen, da es wirklich sehr viele Namen sind, die alle irgendwie miteinander ver-klüngelt sind.Wobei die Auflistung der wichtigsten Personen am Anfang des Buches schon hilfreich ist.
Auch die Idee mit dem gezeichneten Stadtplan find ich sehr gelungen!
Dabei spielt er aber auch schön ironisch mit den Problemen und Nöten, die sich einfach durch das Zusammenleben in Kleinstädten ergeben, wenn jeder noch Geschichtchen der Eltern, Nachbarn etc zu zu erzählen weiß.
So empfand ich die große Zahl an Seiten nicht sehr hinderlich. Sicher ist ein solcher Wälzer immer ein Angang, doch King läßt kaum zehn Seiten vergehen, da ist das Unglück schon passiert und beginnt mit Flugzeugabsturz und verunglückem Holzschwertransport wirklich furios.
Dass man bei so einer epischen Breite sicherlich den einen oder anderen Erzählstrang hätte verkürzen oder einsparen können, versteht sich wohl von selbst, doch ich finde es wirklich lesenswert, wobei Sex, Gewalt und Intrige sich halbwegs die Waage halten, auch wenn die Gewalt und der Horror natürlich einen größeren Stellenwert einnehmen!

FAZIT: gewaltiges Meisterwerk!!! Sehr zu empfehlen!!!
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