• Schoßgebete
  • von Charlotte Roche
  • August 2011
  • erotische(r) Satire/ Roman erschienen im Piper Verlag

Hier nun einmal die neueste Geschmacksentgleisung der Charlotte Roche.
Ausgehend von einer Patchworkfamilie, beschreibt die Autorin das Leben von Georg und Elizabeth. Sie hat neben dem Haushalt, ihrer Tochter Liza zum einen ihre unglaubwürdigen Eltern an der Backe, die Elizabeth immer glauben machen wollten, dass Sex etwas böses, schlechtes ist.
Und nebenbei ist auch noch ihr Exgatte - Liza`s Vater - am Start um seiner Verflossenen das Leben schwer zu machen.

Merh passiert in diesem Rührstück nicht.
Es fängt an mit einer ziemlich beknackten Sexszene die auf Teufel komm raus auf Effekthascherei getrimmt ist.
Plätschert dann unendlich trivial vor sich hin, um irgendwann das nächste Mal wieder zum unvermeidlichen Sex zu kommen. Dabei fiel mir besonders negativ die ewige Analfixierung der "Schriftstellerin" auf.
Das sie dabei nicht mit unappetitlichen Einzelheiten spart, weiß man ja nach ihrem letzten Buch, doch hier übertrteibt sie vollkommen. Wie viele wohl mitbekommen haben, sollte dieses Buch Frau Roche über den Verlust ihrer drei Brüder hinweghelfen, die auf dem Weg zu ihrer Hochzeit tödlich verunglückten.
Das ist mit Sicherheit ein sehr schwerer Schlag, doch wie man so etwas mit so einem langweiligen Kram verarbeitet, erschloss sich mir leider auf keiner einigen Seite.
Auch mein Versuch zwischen den Zeilen zu lesen, schlug leider absolut fehl,da mich diese krampfhaft direkte Sprache einfach nicht anspricht.
Immerhin brachte ihr Tingeln durch die diversen Talkshows die nötige Aufmerksamkeit um diese lausigen, knappen 290 Seiten sofort auf die Bestsellerlisten zu hieven.

  FAZIT: völlig überbewerteter Dreck!!!

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