• Tod und Teufel
  • von Frank Schätzing
  • 2003
  • historischer Roman erschienen im Goldmann Verlag

Jacob, ein Taugenichts und Herumstreuner, lebt in Köln in den Tag hinein. Die einstmals kleine Stadt am mächtigen Rhein ist zu einem ge-waltigem Pilgerort aufgestiegen, inklusive unfertiger Kathedrale. Es ist das Jahr 1260, finsteres Mittelalter.
Durch einen dummen Zufall wird Jacob Zeuge wie der mächtige Dom-baumeister unfreiwillig das Gerüst verläßt und dabei zu Tode kommt. Ganz klar Mord.
Leider bemerkt der Täter den hilflosen Zeugen.
Jacob flüchtet vor einem mächtigen, diabolischen Gegner, der kaltblütig jeden Tötet, dem der Flüchtige von seiner Entdeckung erzählt...

Hier haben wir ein Buch, dass den Leser in eine andere Welt eintauchen läßt, eine Zeit, die gern als "gute alte Zeit" bezeichnet wird. Doch diese würde sich bestimmt nie jemand wünschen.
Es ist eine Welt des korrupten, beinah allmächtigen Klerus, des dummen, abergläubischen Volkes, der Zünfte und Stände, in die man hineingeboren wird aber denen man nicht entfliehen kann.
Das beschreibt Schätzing so detailiert, dass man meinen könnte, er wäre damals mit dabeigewesen. Wirklich genial.
Einzig die Hexenverbrennungen sind um diese Zeit wohl noch unbe-kannt gewesen...und einen Skunk hat man in Mitteleuropa bis dahin bestimmt noch nicht gesehen.
Aber ansonsten glänzt der Autor derart mit seinem Fachwissen, dass man sich auf der einen oder anderen Seite fragt, ob das jetzt die Ge-schichte weiterbringt oder ob er nur mit seinem Wissen glänzen will?! So sind denn die über fünfhundert Seiten zum Teil schon sehr lang, 450 hätten vermutlich auch gereicht.
Die Geschichte selber ist konsequent erzählt, spielt sehr schön mit dem Leser und fährt ein paar nette Wendungen auf.

FAZIT: Klasse Buch!!!

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