• Wer Wind sät
  • geschrieben von Nele Neuhaus
  • 2011
  • Thriller erschienen im Ullstein Verlag

Habe mir in den vergangenen Wochen das Neueste Werk von Nele Neuhaus zu Gemüte geführt, eine Autorin die einen Bestseller nach dem Nächsten schreibt und dies durchaus zu Recht.

Es beginnt diesmal mit einem Todessturz eines Nachtwächters auf dem Gelände der Firma WindPro. Neben einer handvoll Verdächtigen gerät der Besitzer des Grundstückes auf dem der neueste Windpark entstehen soll ziemlich schnell ins Visier der schon bekannten Ermittler von Bodenstein und Kirchhoff.

Dieser ist nämlich ein entschlossener Gegner des Projektes und läßt sich auch mit einigen Millionen seine Wiesen nicht abkaufen.

Sehr zum Leidwesen seiner drei Kinder, die eigentlich schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem alten Herren hatten, doch von dem Batzen Geld doch einen Teil abschöpfen wollen.

Der Vater der Brut wird ein paar Tage später entlastet, als er nämlich von mehreren Schüssen niedergestreckt wird...

Und der Tod ist diesmal ein wirklich häufiger Gast bei dieser neuesten Story...das erste Drittel dieser knappen 600 Seiten ist leider ziemlich konfus geraten.

Es kommen dermaßen viele Personen zum Einsatz, dass ich mehr als einmal zurückblättern musste um noch einmal nachzulesen, wie diese oder jener noch mal zum Gesamtbild gehörten.

Aber wenn man sich da durchgeschlagen hat, die Reihen lichten sich zwischendurch auch hin und wieder durch Ableben, kommt man wie immer voll und ganz zum unbeschwerten Lesegenuß.

Das Ermittlerduo ist wie sonst auch erste Sahne, auch wenn von Bodenstein durch die Trennung von seiner Frau arg gebeutelt sich während der Ermittlungen immer weiter zurückzieht. So macht Pia diesmal die meiste Arbeit alleine, doch der Spannung tut dies keinen Abbruch.

Ich finde im Gegenteil, das macht das Ganze noch viel nachvollziehbarer.

Der Schreibstil an sich ist flott wie immer. Da stören auch die Klischees kaum, wonach jeder "Reiche" mindestens eine Leiche im Keller hat und jeder "Arme" sowieso ausgebeuteter Bodensatz der Gesellschaft ist. Auch das ist ja bei den meisten Büchern dern Autorin dasselbe.

Abgesehen von diesem kleinen Kritikpunkt, ist dieser fünfte Band des Duos Kirchhoff/Bodenstein sehr lesenswert.

Ich hab die Bände leider nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen, dazu würde ich jedem Anfänger raten.


Mein FAZIT: wie immer lesenswert!!!



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