• Dein Wille geschehe
  • von Michael Robotham
  • Oktober 2010
  • Psychothriller erschienen bei Goldmann

Polizeipsychologe Joe O`Loughlin wird zu einer nackten Frau auf die Clifton Bridge in Bristol gerufen, verwirrt im Regen stehend telefoniert sie mit ihrem Handy und noch bevor ihr jemand helfen kann, springt sie in den Tod. Der Experte steht zunächst vor einem Rätsel. Doch die nächste Leiche läßt nicht lange auf sich warten. Wieder ist es eine Frau, wieder nackt, diesmal an einen Baum gebunden liegt auch zu ihren Füßen ein Handy. O`Loughlin hat den grausigen Verdacht, dass jemand seine Opfer so manipuliert, dass sie Selbstmord begehen. Und er weiß noch nicht, dass der Täter ihn mit auf seine Todesliste gesetzt hat...



Wow, hier kommt mal ein ganz starkes Geschütz an Thrillerkost über den großen Teich.
Der Ich-Erzähler O`Loughlin ist ein ganz sympathischer Ermittler, der mit seiner eigenen unheilbaren Krankheit auch mal ein eher ungewöhnliches Handicap als Held zu tragen hat, auch wenn dies das Buch teilweise ziemlich deprimierend macht.
Explizite Gewalt sucht man hier fast vergebens, alles spielt sich um die Macht der Worte ab. Und diese Macht ist gewaltig! Der Abschaum von Psychopat ist sowas von eiskalt und durchtrieben, dass jeder James Bond Gegner wirklich harmlos wirkt. Wobei hier das Manko besteht, dass man leider schon ziemlich früh weiß oder zumindes ahnt, wer es denn ist.
Die Geschichte selber treibt den Leser ständig voran, so dass man es kaum aus der Hand legen kann.
Der Autor hat einen flotten Stil, ohne viel Schnickschnack kommt er gleich zur Sache und schafft es trotzdem auf beinahe sechshundert Seiten Hochspannung. Da noch eine handvoll mehr geschrieben hat, werde ich ihm bestimmt treu bleiben. So ist "Dein Wille geschehe" ein meiner Meinung nach absolut gelungener Bestseller geworden.



FAZIT: Hochspannung pur!!!

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