• Lizenz zum Töten
  • John Gardner
  • 1989
  • Filmbuch ist im Heyne Verlag erschienen

 

Noch am Tage seiner Hochzeit verfolgt CIA Agent Felix Leiter den halb deutsch-halb südamerikanischen Drogenboss Sanchez nach Key-West in Florida, wohin sich dessen Freundin flüchtete.
James Bond - eigentlich sein Trauzeuge - unterstützt die Verhaftung tatkräftig, der schleimige Drogenbaron wird geschnappt, durch eine garadezu tollkühne Aktion seiner Männer aber auf dem Weg ins Staatsgefängnis gleich wieder befreit.
Noch bevor er sich wieder in seine Heimat Isthmus absetzt, nimmt er grausame Rache an seinem Jäger Leiter. Bond findet seinen übel zugerichteten Freund am nächsten Tag ín dessen Haus, seine Braut Della ist tot. Seine eigentlichen Befehle ignorierend, macht er sich daran Rache zu üben.
Dabei schreckt er vor gar nichts zurück, nicht mal davor gegenüber seinem größten Feind so zu tun, als sei er sein Freund!

Dies ist der erste Thriller Gardners nach einem Original Drehbuch von Richard Maibaum und dem legendären Stiefsohn von Albert R. Broccolli, Michael G.Wilson.
Einige Teile des Buches sind an Kurosawas Film "Der letzte Samurai" mehr als deutlich angelehnt. James Bond schleicht sich in die Organisation des Bösen ein, säht Misstrauen und spielt einen gegen den anderen aus.
Das hat man gewiss schon mal anderswo gesehen oder gehört.
Dass der Topagent auch noch von seinen eigenen Leuten gejagt wird, da sein Boss "M" ihm die "Lizenz zum Töten" entzog, ist etwas Neues...oder war es zumindest als das Buch/der Film vor über zwanzig Jahren erschien.
Das Buch selber weißt einige Änderungen gegenüber des Filmes auf, so wird zum Beispiel erklärt, wass Bond nach der "Enterung" des Drogenflugzeuges macht oder was die Spezialeinheiten bei der Erstürmung der Hazienda von Sanchez vorfinden.
Das ist durchdacht und spannend geschrieben, Timothy Dalton, als Bond Darsteller Nummer vier von 1986-1994 in ganzen zwei Filmen der ´britische Agent der Herzen ist seiner filmischen Zeit weit voraus gewesen.
Dalton adaptierte den Fleming Bond fast eins zu eins, ließ den teils brachialen Humor eines Schauspielers Roger Moores völlig vermissen.
Das kam bei dem Publikum leider nicht gut an, so dass er seine Bereitschaft Bond erneut zu spielen entnervt aufgab. Der Roman hat neben den detailierteren Zwischentönen der Story auch ein wenig mehr überaus trockenen Humor zu bieten.
Das liegt vielleicht an den anderen "Grundautoren".
Daneben gibt es es wie immer schöne Frauen, einen schön-fiesen, kaltblütigen Gegner mit einer ganzen handvoll Handlangern, exotische schön beschriebene Spielorte und eine sehr viel größere Rolle für den Waffenschmied Major Boothroyd, der wirklichen Humor reinbringt und auch gleich wieder einige Waffen mit viel Extravaganz mit sich führt. Im Buch selbst sind noch zahlreiche Abbildungen aus dem Film, was ich immer als kleines Highlight empfinde.

FAZIT: Lohnt sich auch nach 20 Jahren immer noch sehr!!!

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